Mutmacher : Auf die Menschen kommt es an

Sie sprechen von Chancen, wo andere nur Krise sehen: Berliner Unternehmer, deren Betriebe entgegen dem Trend wachsen, und Firmen, die ständig neue Mitarbeiter suchen. Viele Beispiele zeigen, welche Perspektiven diese Stadt bietet, wenn nicht der Pessimismus regiert, sondern Wagemut gefragt ist. Denn ohne den Mut, neue Wege zu gehen, geht es nicht. Diese Menschen, ihre Ideen und Karrieren stellen wir vor.

Gerd Nowakowski
Gerd Nowakowski
Gerd Nowakowski, Ressortleitung Berlin/Brandenburg -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Rückblicke sind lehrreich. Sie zeigen, wie weit Berlin vorangekommen ist. Verlängerte Werkbänke westdeutscher Konzerne mit hoch subventionierten Arbeitsplätzen in West-Berlin, marode Staatskonzerne im Ostteil – so sah es bis zum Mauerfall vor zwanzig Jahren in Berlin aus. Für die vielen hunderttausend Menschen, die seitdem nach Berlin gezogen sind, ist das kaum noch vorstellbar. Heute ist Berlin Regierungszentrum und zugleich das Kreativlabor der Republik. Deswegen zieht die Stadt immer mehr Menschen an, die sich hier trauen, ihre Pläne umzusetzen und Unternehmen mit neuen Konzepten aufbauen und Arbeitsplätze schaffen. Und hier Familien gründen und Kinder aufziehen. Sie alle verändern diese Stadt positiv und tun ihr gut.

Die Renaissance der Industrie nach einem schwierigen Strukturwandel, die Innovationskraft der Universitäten und Hochschulen, das Potenzial von Forschungszentren und Kliniken sind die Antriebskräfte für Wachstum geworden. Das macht Berlin attraktiv für Großunternehmen und schafft beste Startbedingungen für innovative Start-ups. Berlin ist in diesen Krisenzeiten außerdem die einzige Stadt in Europa, die einen Besucherzuwachs verzeichnet, weil sie eine attraktive Mischung von Historie und Kreativität bietet – eine Weltstadt, die nicht die Welt kostet, wie Berlins Tourismuswerber sagt. Das ist ein Standortfaktor: Die Reisenden schätzen preiswerte und moderne Hotels; Gastronomen und Dienstleister profitieren von den Berlinbesuchern ebenso. Die international erfolgreichen Modemacher, Musiklabels und Designer machen Berlin zusammen mit der einmaligen Historie zur spannendsten Stadt des Kontinents.

Ein interessantes Umfeld, die Nähe zur Bundesregierung, gut qualifizierte Mitarbeiter, die internationale Atmosphäre, moderne Gewerbeflächen und günstige Mieten sind gute Argumente, warum sich Unternehmen gezielt in Berlin ansiedeln oder hier gründen. Vor allem aber kommt es auf die Menschen an. Sie sind das wirkliche Vermögen einer Stadt. Berlin lebt und profitiert auch von seinen Zuwanderern. Unter den innovativen Unternehmern und ideenreichen Köpfen finden sich sehr viele Menschen, deren Heimat nicht Berlin ist oder die aus Migrantenfamilien kommen. Mit ihren Visionen und Talenten, vor allem aber mit ihrem Mut, Neues zu wagen, tragen sie zur internationalen Atmosphäre der Stadt bei.

Der Tagesspiegel stellt auf sechzig Seiten einige dieser Menschen und ihre Unternehmen vor, die mit ihren Erfolgsgeschichten die deutsche Hauptstadt zur Stadt der Chancen machen. Sie trotzen der Verzagtheit auch in schwierigen Zeiten und machen Mut, den Wandel zu gestalten und sich neuen Herausforderungen zu stellen.

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