Zeitung Heute : Mythos Friedrichstraße

Interessengemeinschaft verteilt Postkarten von gestern und heute

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Der Bahnhof Friedrichstraße, vor dem heute der „Tag des Fahrgastes“ stattfindet, ist wie die gesamte Friedrichstraße ein Mythos. Doch während der Bahnhof weitgehend originalgetreu erneuert werden konnte, hat die Straße durch Krieg und Nachkriegszeit ihr Aussehen weitgehend geändert. Zum Vergleich von gestern und heute lädt eine Postkartenserie „Mythos Friedrichstraße gestern und heute“ ein, deren erste Exemplare heute gratis verteilt werden.

Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Friedrichstraße, Rainer Boldt, hat aus seiner umfangreichen, rund 600 Stück umfassenden Sammlung historischer Postkarten zusammen mit dem Fotografen Heiko Mehnert eine erste Auswahl getroffen, die eine Perspektive vom Schiffbauerdamm auf den Georgenplatz (heute: Dorothea-Schlegel-Platz) zeigt. Weitere Motive werden anlässlich der Eröffnung des Projektes „Via Condotti zu Gast in der Friedrichstraße" vom 23. September bis 3. Oktober verteilt.

Bei entsprechendem Interesse wollen die Gewerbetreibenden an der Friedrichstraße diese Karten den Kunden und Gästen in der Friedrichstraße als Souvenir überreichen und zum Besuch der Geschäftsstraße einladen. Auch das Programmheft für die Veranstaltung rund um die römische Geschäftsstraße wird am heutigen „Tag des Fahrgastes“ überall auf der Friedrichstraße verteilt.

Die Friedrichstraße war bis zum Krieg eine Vergnügungsmeile. Die DDR wollte sie dann Mitte der 80er Jahre zu einer Geschäftsstraße ausbauen. Der Bau der „Friedrichstadt-Passagen“ war bereits im Rohbau fertig, als die Wende kam. Danach wurde die Straße wirklich zu einer Einkaufsmeile und konkurriert inzwischen in ihrem südlichen Bereich mit dem Kurfürstendamm. Tsp

Weitere Informationen unter

www. friedrichstrasse.de

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