Zeitung Heute : Nach Familienrezept

Im „Olivenzweig“ stammen die Wirte aus Thessaloniki

Hella Kaiser

An der Wand prangt das Foto eines mächtigen Olivenbaums. Was aus seinen Früchten werden kann, wenn sie lange genug in Kräuteröl eingelegt werden, hat Wirtin Christina Karamoschos gratis auf den Tisch gestellt: köstliche schwarze Appetithappen. Dann hat der Gast die Qual der Wahl. 150 Gerichte bietet das griechische Lokal „Olivenzweig“, zubereitet nach „originalen Familienrezepten“ aus Thessaloniki.

Traditionell kommt der Vorspeisenteller (7,50 Euro) daher, gut portioniert mit Tzatziki, Auberginenmus, püriertem Schafskäse, eingelegten Roten Beten und vielem mehr. Nur sehr Hungrige schaffen dann noch das Stifado, geschmorte Kaninchenkeule mit Schalotten in Rotweinsauce nebst Salat und Backkartoffeln (9,90 Euro). Empfehlenswert ist ein leichtes Fischgericht. Dorade etwa, die zum Standard griechischer Wirte gehört. Aber hier ist sie – mit Tomaten und Kräutern gefüllt – besonders lecker (10,90 Euro).

Auch das Dessert, Grieskuchen mit Rosinen, Zimt und Vanilleeis (2,90 Euro), zergeht süß und lecker auf der Zunge.

Schade nur, dass wir beim Ambiente Punkte abziehen müssen: Biedere deutsche Esszimmermöbel passen einfach nicht zum griechischen Wein.

— Hermsdorfer Damm 133, Tel.: 4058 5254, tägl. 12-23 Uhr

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