NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Fruchtfliegen: Essigfalle hilft



Sobald es draußen warm wird, folgen sie dem Lockruf des Obstes: Fruchtfliegen in der Küche sind ein echtes Ärgernis. „Um die Tiere zu fangen, können Sie eine Falle bauen“, empfiehlt Laura Gross von der Verbraucher Initiative in Berlin. „Füllen sie ein Glas mit etwas Essig, Wasser und Spülmittel. Die Tiere werden dadurch angelockt und ertrinken, wenn sie sich im Glas niederlassen“, erläutert die Ernährungsexpertin. Die Falle wird am besten alle zwei Tage erneuert. Damit sich die Fliegen gar nicht erst auf dem Obst niederlassen, sollte es mit einem Baumwolltuch abgedeckt sein. Alles, was schon weiche Stellen hat, wird vom anderen Obst getrennt. Denn: „Druckstellen sind das Einfallstor für Fruchtfliegen. Sie legen dort gerne ihre Eier ab“, erklärt Gross. Auf keinen Fall dürften die Früchte vorsorglich nach dem Einkauf abgewaschen werden. „So vergammeln sie besonders schnell und locken die Tiere erst recht an.“ Auch ein engmaschiges Gitter, wie es zum Abdecken von Torten benutzt wird, hält Fruchtfliegen ab. Die Arbeitsflächen sollten sauber sein, genauso wie der Abfluss im Spülbecken. Essensreste gehörten sofort in den Müll, und der sollte jeden Tag rausgebracht werden. Denn „im Abfall brüten die Fliegen besonders gerne“. dpa

Mietwohnung: Bunte Wände erlaubt

Egal ob Weiß, Blau oder Gelb, Blümchen- oder Raufasertapete: Mieter können frei entscheiden, wie sie ihre Wohnung dekorieren. Darauf weist der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin hin. Regelungen im Mietvertrag, wonach Schönheitsreparaturen während und am Ende der Mietzeit immer in neutralen, deckenden und hellen Farben und Tapeten auszuführen sind, seien laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, AZ: VIII ZR 224/07) unwirksam, erklärt der DMB. Deshalb sind auch Klauseln im Vertrag, nach denen „Abweichungen von der bisherigen Ausführungsart“ nur mit Zustimmung des Vermieters erlaubt sein sollen, immer unwirksam (AZ: VIII ZR 199/06). Diese, insbesondere bei Wohnungsunternehmen relativ weit verbreitete Klausel verlangt letztlich, dass Mieter jeden neuen Farbanstrich oder jede neue Tapete vorher von ihrem Vermieter „absegnen“ lassen müssen. Ist die Vertragsregelung zur Farbwahl unwirksam, so gilt das auch für die Schönheitsreparaturklausel. Die Folge: Mieter müssen überhaupt nicht renovieren. Wirksam ist dagegen eine Vereinbarung, die nur für den Zeitpunkt des Auszugs Vorgaben macht und verlangt, dass Mieter bei Vertragsende die Wohnung in dezenten Farbtönen zurückgeben müssen (AZ: VIII ZR 198/10). Gleiches gilt zum Beispiel für die Regelung, dass die Holzteile in der Wohnung in weißen oder hellen Farbtönen gestrichen zurückzugeben sind (AZ: VIII ZR 283/07).dpa

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!