NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Steuervorteil für E-Autos

auf den Weg gebracht

Trotz Bedenken in der schwarz-gelben Koalition treibt das Bundesfinanzministerium seine Pläne für Steueranreize für Elektroautos als Dienstwagen voran. Danach soll es bei der Besteuerung privat genutzter E-Firmenwagen einen Nachlass im Zuge der pauschalen „Ein-Prozent-Regel“ geben, die bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren gilt. Nach einem Referentenentwurf für das Jahressteuergesetz 2013 sollen die Kosten der teuren Batterie von E-Autos nicht berücksichtigt und so ein Nachteil ausgeglichen werden. Durch Minderung des Listenpreises werde die Besteuerung der Privatnutzung eines E-Fahrzeugs mit einem Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor gleichgestellt. Die Regelung soll auf E-Autos begrenzt werden, die bis Ende 2022 angeschafft werden. dpa

Alternativen zu Benzin und Diesel

setzen sich noch nicht durch

Die allermeisten Autofahrer in Deutschland tanken Benzin oder Diesel. Von den im Jahr 2011 knapp 43 Millionen Pkw auf deutschen Straßen sind weniger als 600 000 in der Lage, Autogas oder Erdgas zu tanken, mit Strom zu fahren oder als Hybridfahrzeug eine zusätzliche Antriebsenergie neben Benzin zu nutzen. Der Anteil alternativer Antriebe liegt bei 1,4 Prozent und damit nur unwesentlich höher als im Jahr zuvor. Das zeigen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg. Von einem nennenswerten Markterfolg für gasbetriebene Autos ist nichts zu sehen. Die gasbetriebenen Autos sind in der Anschaffung oder Umrüstung teurer, aber ab einer jährlichen Fahrleistung von 13 000 oder 15 000 Kilometern lohnt sich rechnerisch die Anschaffung eines Gasautos spätestens nach fünf Jahren. Autogas erreicht mit knapp 460 000 Pkw fast 80 Prozent Marktanteil an den alternativen Antrieben und schaffte im vergangenen Jahr ein Wachstum von neun Prozent. Autogas ist eine flüssige Mischung aus Butan und Propan und kann in Deutschland bei mehr als 6200 Tankstellen getankt werden. Mit 900 Zapfsäulen an den insgesamt rund 14 700 Tankstellen ist Erdgas in Deutschland weniger verbreitet und erreicht dementsprechend einen Marktanteil von knapp 13 Prozent an den alternativen Antrieben. Bis heute fahren laut KBA nur knapp 75 000 Pkw mit Erdgas. dpa

Gutachten: Biokraftstoffe

sind nicht Ursache für Hunger

Die weltweite Produktion von Biokraftstoffen und die Spekulation mit Agrarrohstoffen sind nach Ansicht des Gießener Agrar- und Entwicklungsökonomen Michael Schmitz nicht verantwortlich für Hunger und Armut. Hauptursachen für die schwierige Ernährungslage in manchen Entwicklungsländern seien vor allem schlechte Regierungsführung und eine reglementierte Preispolitik für Grundnahrungsmittel sowie Korruption, Bürgerkriege und Wetterextreme, sagte Schmitz bei der Vorstellung seiner Studie über Gründe für Preisschwankungen bei Agrarrohstoffen. Der Gießener Wirtschaftsprofessor erstellte die Studie im Auftrag des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie und der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen. Schmitz zufolge ist bislang nach seinen Beobachtungen auch der Einfluss von Börsenspekulationen auf die Steigerung von Agrarpreisen empirisch nicht nachgewiesen. epd

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben