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Einmal Aufwärmen. Der Kirschlorbeer erholt sich von Frostschäden. Foto: R. Bünger
Einmal Aufwärmen. Der Kirschlorbeer erholt sich von Frostschäden. Foto: R. Bünger

Bei Wegen im Garten

auf die richtige Breite achten



Hauptwege im Garten sollten so breit sein, dass zwei Personen bequem nebeneinander gehen können. Eine Breite von 1,2 und 1,5 Metern reicht dafür nach Mitteilung der Aktion Das Sichere Haus in Hamburg aus. Wirtschaftswege, auf denen die Gärtner mit Schubkarre oder sperrigem Gartengerät unterwegs sind, sollten etwa einen bis 1,2 Meter breit sein. Für Wege zwischen den Beeten reichten 40 bis 60 Zentimeter, da hier meist nur eine Person im Einsatz sei. Bei allen Wegen müsse zudem darauf geachtet werden, dass Regenwasser abfließen kann. Dafür sei mit einem Seitengefälle von rund zwei Zentimetern pro Meter sowie einem Längsgefälle von rund einem Zentimeter pro Meter gesorgt, heißt es in der aktualisierten Neuauflage der kostenlosen Broschüre „Den Garten genießen. Sicher gärtnern“ der Organisation. dpa

Frostschäden: Kirschlorbeer

braucht Erholung

Frostschäden am Kirschlorbeer sind kein Grund, das Gehölz sofort aufzugeben. Oftmals erhole sich die Pflanze wieder, sagt Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der Gartenbaumschulen in Haan (Nordrhein-Westfalen). Er rät, der Pflanze vier bis sechs Wochen Zeit zu geben. Mit einem Test könne geprüft werden, wie tief das Holz geschädigt ist: „Dazu wird die Rinde mit einem Messer angekratzt. Wenn das Holzinnere grün ist, ist Geduld gefragt“, sagt Fink. Dann sollte auf jeden Fall abgewartet werden, ob der Kirschlorbeer neu austreibt. „Dort, wo ein Blatt ansetzt, bildet sich normalerweise eine Knospe.“ Nur Zweige, die tatsächlich abgestorben sind, sollten dann zurückgeschnitten werden. Eine Portion Dünger gebe dem Gehölz zusätzlich Kraft. Frostschäden können oft vermieden werden. Fink hat beobachtet, dass häufig bei der Pflege Fehler gemacht werden. „Wenn zu viel oder zu spät im Jahr gedüngt wird, ist Kirschlorbeer anfällig für Frostschäden.“ Und wer eine neue Pflanze setzt, könne weniger anfällige Sorten wählen. „Schwachwüchsige sind meist auch deutlich robuster als schnellwüchsige Sorten. Allerdings sind sie auch teurer“, sagt der Experte. dpa

Wildfruchthecken locken

Vögel und Schmetterlinge an

Wildfruchthecken locken Singvögel und Schmetterlinge in den Garten. Die Falter und andere nützliche Insekten finden darin einen Lebensraum. Die Vögel ernähren sich von ihnen und bauen in den Hecken Nester, informiert die Deutsche Wildtier-Stiftung in Hamburg. Im Herbst seien die Samenstände dann für Spatz, Stieglitz, Meise und Co. Nahrungsquelle. Als Beispiele nennt die Stiftung Haselnuss, Eberesche, Schlehe, Hundsrose, Weißdorn und Traubenkirsche. Wer nur einen Balkon hat, kann seltene Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln anlocken: In die Kästen sollten etwa Acker-Rittersporn, Raue Nelke oder Wildes Stiefmütterchen gesetzt werden. dpa

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