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Fast die Hälfte der Beipackzettel

von Finanzprodukten mangelhaft

Viele Banken tun sich schwer mit den gesetzlich vorgeschriebenen Produktinformationsblättern (PIB). Nur etwas mehr als die Hälfte der Beipackzettel für die Geldanlage entsprechen den Anforderungen, wie aus einer vergangene Woche vorgelegten Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums hervorgeht. Seit Juli 2011 müssen Banken ihren Kunden beim Verkauf von Geldanlageprodukten ein zwei bis drei Seiten langes Infoblatt aushändigen, aus dem die Vor- und Nachteile klar und verständlich hervorgehen. Doch 43 Prozent der untersuchten Dokumente machten unzulässige oder unzureichende Angaben. Dabei geht aus der gleichen Untersuchung hervor, dass 71 Prozent der für die Studie befragten Verbraucher die PIB für wichtig halten.

Es gebe „erheblichen Verbesserungsbedarf“, sagte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Mehr als ein Viertel der Infoblätter sei wegen langer Schachtelsätze, nicht erklärten Fachbegriffen, zu detaillierten Angaben oder schwammigen Formulierungen kaum verständlich gewesen. Weniger als die Hälfte seien für einen Vergleich mit anderen Produkten geeignet gewesen. Sie wolle sich noch im März mit Banken, Sparkassen und Verbraucherorganisationen an einen Tisch setzen, um über Verbesserungen zu sprechen, kündigte Aigner an. dapd/AFP

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