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...und die Auflaufform dazu

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Nichts ist schlimmer als Gastgeber, die den ganzen Abend in der Küche verbringen, bis zum Schluss im Topf herumrühren, nur um ihre Kunststücke à la minute auf den Tisch zu bringen. Bei mir kocht der Ofen. Wenn ich Besuch erwarte, sind mir Rezepte wie Pasolinis Hühnerbrüste am liebsten, die garen, während wir die Vorspeise genießen. Die Auflaufform wandert dann schnurstracks, ohne großes Umfüllen auf die Tafel und hält auch noch das Essen warm. Unschlagbar, so eine Form. Allerdings – schön sollte sie schon sein. So schön wie jene, die Barbara Schmidt für Kahla entworfen hat. Keine andere Firma hat in den letzten Jahren so viel Furore mit seinem Porzellan gemacht wie das Thüringer Unternehmen. KahlaGeschirr wirkt jung und frisch, ist aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern tatsächlich praktisch. Wie so viele Kahla-Serien ist auch „Five Senses“ mehrfach ausgezeichnet worden. Zu dem wandelbaren weißen Geschirr hat Barbara Schmidt – neben Cornelia Müller die wichtigste Designerin des Hauses – eine elegante eckige Form entworfen, in der man backen und überbacken kann und noch Einiges mehr. Zu der kleinen Form gibt es einen Untersetzer, der, oben drauf gelegt, diese zum Rechaud umfunktioniert. Der Deckel zur großen Form funktioniert auch als Servierplatte oder als Untersetzer; zusätzlich gibt es einen Gemüseinsatz, der die Schale in eine elegante Spargelschüssel verwandelt. Pfiffig ist die nach außen gestülpte Ecke, durch die man Sauce gießen kann, die aber auch ein Griff ist: Legt man den Daumen hinein, läßt sich die Form besser tragen. Zu kaufen gibt es das Geschirr von Barbara Schmidt, Gastprofessorin an der Kunsthochschule Weißensee, in guten Porzellangeschäften und Kaufhäusern oder direkt im Werksverkauf in Kahla bei Jena (036424/79279). kip

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