Zeitung Heute : Nachrichten

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— Scarlatti: Essercizi per Cembalo, Alain Planés

(harmonia mundi)

Auf seinem wunderschön klingenden Hammerflügel bringt Frankreichs Meisterpianist Scarlatti nicht nur zum Singen, sondern entdeckt in den kühnen Miniaturen den Geist der Aufklärung.

— Cedric Pescia spielt Bachs Goldberg-Variationen (Claves)

30 Variationen gute Laune: Mit unbezähmbarer Spiellust stürmt der junge Schweizer durch Bachs Zyklus. Da vergisst man sogar Glenn Gould.

— Christian Gerhaher singt Schumanns „Dichterliebe“ (BMG)

Trost für wunde Seelen: Wer Christian Gerhahers balsamischen Bariton hört, weiß, dass er nicht allein ist mit seinem Herzeleid. Und dass Liebeskummer auch wunderschön sein kann.

— Leif Ove Andsnes mit den Mozart-Klavierkonzerten N° 9 und N° 18 (EMI)

Der Norweger hat den Mozart-Swing drauf: So locker und fluffig haben diese beiden Konzerte lange nicht mehr geklungen. Genau das Richtige, um in den Tag zu starten.

— Bruckners Siebte mit Philippe Herreweghe (harmonia mundi)

Bruckner intim: Herreweghe beweist, dass Bruckner keine unnahbaren auratischen Klangmassive schuf, sondern versuchte, die romantische Empfindsamkeit Schuberts in die Welt Wagners hinüber zu retten.

— Dvoraks Violinkonzert mit Isabelle Faust (harmonia mundi)

Der klarsichtige Wagemut, mit dem sich die junge Geigerin Isabelle Faust der hochromantischen Emphase hingeben, macht einfach Spaß. Und öffnet jedes Herz für Dvorak.

— Bach pur: Martin Stadtfeld (Sony)

Fingerfertigkeit allein reicht nicht: Auch das zweite Album von Deutschlands jungem Starpianisten zeigt, dass das Bübchen einfach nichts zu sagen hat.

— Anja Lechner spielt Gurdjieff und Tsabrapoulos (ECM)

Diese Musik kennt keine aufgepumpten Gefühle, sondern nur die Schönheit schlichter Melodien. Und durch die sanft beschwörenden Cello-Töne scheint eine leichte Brise warmer Mittelmeerluft zu wehen. ...

— Martha Argerich spielt Beethovens Klavierkonzerte N° 2

Sie ist die Königin der Löwen: Die romantische Leidenschaft und die Fantasie, mit der Bella Martha jede Note der Konzerte zum lebendigen Seelenklang werden lässt, macht einfach sprachlos.

— Das Beaux Arts Trio zum 50. (Warner)

Der Pianist ist über 80, der Cellist 47 und der Geiger gerade mal 30: Auf ihrer Jubiläums-CD zeigen die drei Schönkünstler, dass ihre Herzen bei Mendelssohn und Dvorak trotzdem im gleichen Takt schlagen.

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