Zeitung Heute : Nachrichten

-

— Gianluigi Trovesi,

Gianni Coscia: Round About Weill (ECM)

Denn wie man sich bettet, so liegt man. Das hat einem noch niemals jemand so verschmitzt und zugleich melancholisch gesagt, wie diese kauzigen italienischen Großmeister mit Klarinette und Akkordeon. Grazie!

— Wasilewsi, Kurkiewicz, Miskiewicz: Trio (ECM)

Drei junge polnische Musiker, verschmolzen zu einem traumwandlerischen Jazztrio. Klavier, Bass und Schlagzeug – federleichte Inspiration, große Schönheit. Und das beste: Diese CD wird immer farbiger, je öfter man sie hört.

— Nino Rota: La Strada,

Il Gattopardo. Orquesta Ciudad de Granada, Josep Pons (harmonia mundi)

Wunderbar nostalgische Klänge von Fellinis Filmkomponisten, in zartem Sepiaton eingespielt. Eine liebevoll verpackte Gabe für verträumte Seelen.

— Mozart: Werke für Klavier zu vier Händen. Tal, Groethuysen (Sony)

Gefeierte Interpreten, vom Esprit verlassen: steifes Stochern, große Langeweile.

— Richard Goode spielt Mozart (Nonesuch)

Kleine und große Klavierwerke von Mozart: Ernst ohne Humorlosigkeit, Genauigkeit ohne Pedanterie. Das geht! Ach, wären doch mehr Menschen wie Richard Goode.

— Carl Orff: Carmina Burana. Berliner Philharmoniker, Simon Rattle (EMI)

Wenn schon, dann nur so: Statt dumpfer Riesenschwarte packendes Musiktheater. Licht, Luft, Sonne! Werfen Sie alle anderen Aufnahmen getrost weg. Das ist der Klassiker von morgen.

— Concerto Köln, Sarband: The Waltz (DG)

Wie einst der Walzer, Europas Modetanz Nummer 1,

in den Orient kam – und sich dort sogar ins Ritual der wirbelnden Derwische mischte. Packende Drehtänze von Mozart bis Dede Efendi.

— Mitzi Meyerson: Plaisir du Clavecin (mim)

Hätte nie gedacht, eine ganze CD lang mit wachsender Begeisterung den Nuancen des Cembaloklangs zu lauschen. Doch was Mitzi Meyerson aus Werken von Rameau, Couperin u.a. herauskitzelt, ist phänomenal.

— Joseph Canteloube: Chant d’Auvergne. Veronique Gens (Naxos)

Manchmal hilft nur noch Urlaub. Dieser hier ist billger als jeder Schnäppchen-Flug und führt in die Auvergne. Dort singen sie Lieder, die süß und zartbitter klingen – und ganz weit weg von der modernen Welt.

— Rameau: Une symphonie imaginaire. Les Musiciens du Louvre, Mark Minkowski (DG)

Aus den Opern und Balletten Rameaus hat Minkowski eine fulminante Folge farbenprächtiger Musik zusammengestellt. Macht unmittelbar süchtig.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar