Zeitung Heute : Nachrichten

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— Rolando Villazón:

Gounod & Massenet Arias (Virgin)

Die drei Tenöre – das war früher. Jetzt gibt es Rolando Villazón, den Alleskönner, den Feuerkopf, den Erzkomiker, und, wie seine neue CD beweist, den Meister französischer Verführungskunst. Unwiderstehlich!

— Benjamin Schmid spielt Goldmark und Brahms (Oehms)

Baiba Skride, Hilary Hahn, Julia Fischer – die neue Generation der Violinvirtuosen scheint von jungen Damen dominiert. Doch es lohnt sich, auch für Benjamin Schmids eindringlichen, warmen Erzählton ein Ohr offen zu halten.

— Trio Jean Paul spielt Brahms und Schönberg (Ars Musici)

Schönbergs hyperromantische „Verklärte Nacht“ wandelt sich unter den Händen der drei virtuosen Kammermusiker vom schwülen Sommertraum zur erregenden, erregten Diskussion luzider Geister.

— Martha Argerich and friends live from the Lugano Festival (EMI)

Prokofjews Symphonie classique und Tschaikowskys „Nussknacker“ für Klavier vierhändig – da kommt die wunderbare Martha Argerich mit ihren Partnern Yefim Bronfman und Mirabela Dina so richtig in Fahrt. Wow!

— Beethoven: Tripelkonzert und Chorfantasie mit Nikolaus Harnoncourt und Pierre-Laurent Aimard (Warner)

Derselbe Komponist, dieselben Interpreten, derselbe Saal – aber zwei Tonmeister und zwei klanglich völlig verschiedene Ergebnisse. Ein echtes Hörabenteuer.

— Grieg: Schauspielmusik zu Peer Gynt (Virgin)

In dieser Partitur steckt so viel mehr als die beiden Melodien, die in der TV-Werbung abgenudelt werden. Paavo Järvi und das ebenso energiegeladene wie klangschön spielende Estonian National Orchestra öffnen den Blick auf ein herrliches Panorama.

— Yu Kosuge spielt Préludes und Nocturnes von Chopin (Sony)

Die Frau ist 22 Jahre und spielt den ewig herzensjungen Chopin wie ein weiser alter Klavierprofessor – da kann doch was nicht stimmen!

— Susan Graham: Poèmes de l’amour (Warner)

Eine CD wie ein warmes Wannenbad: Yan Pascal Tortelier lässt das BBC Symphony Orchestra aufrauschen, über den Schaumkronen schwebt Susan Grahams schmeichelweicher Sopran: Chausson, Ravel, Debussy wie in Trance. Jetzt nur nicht einschlafen!

— Gidon Kremer:

Kremerland (DG)

Ein Intellektueller gibt den Intellektuellenschreck – und serviert eine Schlachte-Platte, auf der Mozart, Barjazz, Zuspätromantisches und Tango verwurstet werden. Kremer darf sich das erlauben – er

hat nämlich mehr Humor als seine Stammhörer.

— Mahler: 6. Sinfonie. Claudio Abbado, Berliner Philharmoniker (DG)

Wenn es um Gustav Mahler geht, darf man Claudio Abbado ruhig als Klassiker bezeichnen: Kaum einer ist tiefer in die Gedankenwelt des Komponisten vorgestoßen. Dieser Live-Mitschnitt aus Berlin macht es hörbar.

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