Zeitung Heute : Nachrichten

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— Andreas Dorau:

Ich bin der Eine von

uns beiden (EMI)

Ein neuer Streich des „Fred vom Jupiter“: Bisweilen kryptisch, aber Dorau düst im Sauseschritt der derzeitigen Tanzrythmen. Und das Beste: Der NDW-Veteran lässt die ohnehin überbewerteten 80er weit hinter sich.

— Nachlader: Bock auf Aphorismen (Enhanced)

Altkluge Sach- und Lachtexte, dazu ein im Hobbykeller selbst gebastelter Sound. Der Nachlader ist ein Einmannorchester, das man ebenso im Ohr behalten sollte wie Jens Friebe & Co: Vielleicht entsteht hier bald die Berliner Schule.

— Oasis: Don’t believe the truth (Sony/BMG)

Brit-Popper seien die Sargträger ihrer eigenen Bewegung, wurde gerne gelästert. Oasis zeigen, dass es ein Leben nach der Mode gibt und retten den Brit-Pop in die Gegenwart. Auch wenn manche die CD mit dem „Revolver“-Album der Beatles vergleichen.

— Black Eyed Peas: Monkey Business (Universal)

Nicht nur Elektromusiker öffnen sich seit einiger Zeit wieder dem Funk. Auf dem Album der HipHopper gehört kein Geringerer als der „Godfather“ James Brown zur prominent besetzten Gästeliste.

— Mojo Mod Club Party (Mojo)

Jazz, Beat und R&B aus einer der fruchtbarsten Epochen der Popgeschichte, dabei auch ein Frühwerk von Alt-Mod Rod Stewart. Der CD liegt ein 150 Seiten starkes Booklet bei: Das Juni-Heft des Magazins „Mojo“.

— Le Beat Bespoké (Sanctuary)

Der umtriebige Londoner DJ Rob Bailey hat ein Revival des Psych- Rock in Europas Beat-Szene ausgelöst. Die 18 Stücke aus seinem Archiv sind ein Einstieg in den Rarebeat, und die Vinyl-LP ist allemal billiger als ein Flugticket nach London.

— Beat’n Blow: Sound of Blasmusik (Labels)

Die Entdeckung des Volumens aus goldenem Blech: Nach den Oberkrainer Disco-Trompeten nun Posaunen-Soul aus dem Schöneberger Popstudio. „Lucretia Mac Evil“ klingt stark nach Berliner Oktoberfest: Nach dem Hören stellt sich der Kater ein.

— Diverse: Dirty Laundry (Trikont/Indigo)

Soul und Country gelten als Antipoden. Da ist die Sammlung mit Ausritten schwarzer Helden wie Solomon Burke oder Etta James in die Prärie ein Akt der Entspannungspolitik – auch wenn man einige schwarze Cowboys vermisst.

– Improved Sound Limited: The ultimate Collection (Long Hair)

Zugegeben: Der Ezra Pound gewidmete Experimentalrock ist nicht jedermanns Sache. Wer sich aber für Krautfolk interessiert, kommt an dem hochwertig ausgestatten 7-CD-Archiv dieser kaum bekannten deutschen Band nicht vorbei.

— Diverse: Beatschuppen (Panatomic)

Gleich eine ganze Palette von Klassikern ist auf dem Label des Münchner Atomic Cafés versammelt: Nicht nur Floorfiller wie „Beggin“ von Timebox, auch die Ausflüge des Schlagerduos Cindy & Bert in den Heavy Metal: eine echte Fundgrube.

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