Zeitung Heute : Nachrichten

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The Rakes: Capture/

Release (V2)

Die neue britische Welle bricht noch immer nicht.

Ein Glück, denn sie spült so mitreißende Debüts an wie dieses. Zehnmal besser

als die Kaiser Chiefs, aber noch nicht ganz so groß wie Maxïmo Park.

Tom Vek: We have Sound (Tummy Touch/Universal)

In Vaters Garage schrieb Multiinstrumentalist Tom Vek zehn Songs, die er mit einem Vierspurgerät aufnahm. Sein Lo-Fi-Indierock klingt wie Disco in der Dose.

— Stars: Set yourself on Fire (City Slang)

Das blöde Terror-Kitsch-Cover muss man ignorieren. Dahinter liegen 13 schöne Gitarrenpop-Perlen des Quintetts aus Montreal.

— Bernadette La Hengst: La Beat (Trikont)

Die Ex-Braut macht weiter mit ihrem prima Elektro-Pop – diesmal mit Dub-Ausflügen, Rap-Einlagen und Texten, die von Persönlich bis Politisch reichen. „Her mit der Utopie“ könnte gegen Post-Wahl-Blues helfen.

— Marc Terenzi: Awesome (Sony BMG)

Mit ihrer Hochzeits-Show haben Terenzi und Sarah Connor den B-Promi-Exhibitionismus in eine neue Dimension katapultiert. Noch schlimmer: die Sangesversuche des Wahl-Delmenhorsters und die oberschmierigen Videos dazu.

— Janis Joplin: Pearl (Sony BMG)

Wiederauflage des letzten Albums der weißen Blues-

Königin plus Bonus-CD mit Live-Aufnahmen und Outtakes.

— Antony and the Johnsons: I am a Bird now

(Secretly Canadian/Rough Trade)

So traurig wie dieser Mann am Klavier kann man gar nicht sein. Seine Stimme scheint immer kurz vor dem Weinen und ist dabei strahlend schön. Es könnte Trost geben.

— Sleater-Kinney:

The Woods (Sub Pop)

Optimaler Start ins Themengebiet „Frauen mit Gitarren“. Beim unbeugsamen Trio aus Portland kommen sogar zwei davon zum Einsatz. Toll, dass die Band immer noch besser wird. Schade, dass man sie so lange nicht in Deutschland gesehen hat.

— Róisín Murphy: Ruby Blue (Echo/Pias)

Das gelungene Solo-Debüt der Moloko-Sängerin steckt in einem liebevoll gestalteten Ausklapp-Cover und hat ein sehr hübsches Booklet mit Murphy-Porträts von Simon Henwood.

— Violent Femmes: Permanent Record – Live and otherwise (Warner)

Das Trio um Gordon Gano bei einem schweißtreibenden Konzert im Sommer 1991. Dazu gibt es sieben Videos und einen kurzen Straßenauftritt, bei dem man allerdings außer Stehtrommler Victor DeLorenzo kaum etwas hört.

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