Zeitung Heute : Nachrichten

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— The Magic Numbers (Heavenly)

Endlich mal ein Hype, der hält, was er verspricht: Die Magic Numbers werden von der englischen Musikpresse gefeiert, aber sie sind keine weiteren FranzFerdinandKlone, sondern folgen den vertrackten Harmonien von Brian Wilson.

— The Tears: Here come the Tears (Independiente)

Mit Suede waren Brett Anderson und Bernard Butler 1992 die Britpop-Band der Stunde. Mit ihrer neuen Band klingen sie noch immer sehr glamourös und kraftvoll.

— The American

Analog Set: Set Free (Morr Music)

Das Quintett aus Austin,Texas, macht Hausmusik im besten Sinn des Wortes:

Die sphärisch sirrenden und schnarrenden Gitarren heulen so sanft und leise, als

ob der Wüstenwind ein Lied erzählen würde

— Roy Ayers: Virgin

Ubiquity II (BBE/Rapster)

Der Vibraphonist aus L.A. nahm zwischen 1976 und 1981 Acidjazz-Perlen auf, die vor Funk fast glühen. Unfassbar, dass die Plattenfirma sie damals nicht veröffentlichen wollte.

— Madness: The Dangermen Sessions (V2)

Schade: Vor 20 Jahren

waren Madness unsere Ska- und Rocksteady-Helden, jetzt klingen sie nur noch wie eine müde Kirmespolka-Truppe.

— Gitte Haenning:

Meets the Francy Boland Kenny Clarke Big Band (Bureau B)

1969 hatte Gitte die CowboySchlager satt. Mit Standards wie „Imagination“ oder „Marriage Is For Old Folks“ und einer perfekt swingenden Bigband zeigt sie sich als große Jazz-Vokalistin.

— Jens Friebe:

Hypnose (Labels)

„Ihr müsst mich feiern, wie

ich falle“, singt der Berliner Katzen-Casanova und imaginiert sich in JFKs Limousine beim Attentat von Dallas. Nach dem grandiosen Debüt hätte der Absturz folgen können. Doch die zweite Platte

ist noch besser.

— Can: Future Days, Soon Over Babaluma, Landed, Unlimited Edition (Warner)

Vier klassische Alben der Krautrock-Pioniere aus den Jahren 1973 bis 76, endlich auf CD zugänglich: ein eigener Kosmos zwischen Stockhausen-Avantgarde, genialem Krach und, ja doch, wunderbarstem Pop.

— The Stooges: Same und Fun House (Rhino/Warner)

„No Fun“ bellt Iggy Pop, und monoton schnarren dazu die Fuzz-Gitarren. Eigentlich paradox: die wüst-nihilistischen Pionieralben des (Proto-)Punk von 1969/70 in einer opulenten 2-CD-Edition mit alternativen Mixen und verworfenen Songversionen.

— Till Brönner:

A Night in Berlin (SPV)

Der Berliner Trompeter und Sänger zelebriert seinen Cool-, Bossanova-, Pop-Jazz an einem magischen Ort: im Lichterfelder Teldec-Studio, wo schon Caterina Valente und die Knef aufnahmen. Eine Reise durch Stile und Zeiten.

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