Zeitung Heute : Nachrichten

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PRÄSIDENT

DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES

Meine herzlichen Glückwünsche zum 60.Geburtstag übermittle ich dem Tagesspiegel schon deshalb gern, weil er seit Jahren eine meiner Lieblingszeitungen ist. Er gehört – an sieben Tagen die Woche – zu meiner Lektüre. Und das hat viele Gründe. Unter anderem schätze ich den gelassenen Ton der Berichterstattung, um den sich die Redaktion auch in Zeiten bemüht, in denen viele Medien durch Desinformation und hektischen Aktivismus geprägt sind. Besonders rechne ich dem Tagesspiegel an, dass er versucht, fair und sorgfältig zu informieren – sofern er zuerst berichtet und dann erst richtig wiedergibt, statt einseitig Meinung zu „machen“.

Was zeichnet die Zeitung im Vergleich zu den elektronischen Medien aus? Sie kann das Wichtige vom Unwichtigen besser unterscheiden, sie kann mehr über die Hintergründe von Ereignissen und von politischen Entscheidungen informieren. Aber längst nicht alle Zeitungen spielen diese Stärken des Mediums aus.

Wie gern bemächtigt sich politischer „Einfluss“-Wille der Berichterstattungspflicht und erstickt sie; wie oft können wir faktenarme, aber meinungsstarke Texte lesen. In den letzten Wochen besonders gerne über den angeblich unvermeidlichen Wahlsieg der CDU und den Untergang der SPD. Nichts davon ist eingetreten. In vielen deutschen Medien macht der Ruf nach neoliberalen Reformen weiter die Runde, obwohl das Wahlergebnis vom 18. September, das so vieles offen lässt, in diesem Punkt eindeutig ist: Es gibt eine Mehrheit im Lande gegen neoliberale Reformen und für soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Ganz parteiisch darf ich mir aber auch eines zum Jubiläum wünschen: Mehr SPD kann dieser so liberal geprägten Zeitung nicht schaden – Berichterstattung über die Sozialdemokraten, nicht nur, wenn es etwas zu kritisieren gibt. Dann würde ich mich auf den täglichen Tagesspiegel noch mehr freuen.

Gerhard Schröder

BUNDESKANZLER

Die Geschichte Berlins ist reich und vielschichtig. Sie hat ihre leuchtenden Seiten und kennt auch dunkle Kapitel. Zu den großen Traditionen dieser Metropole gehört ohne Frage ihre Bedeutung als Zeitungs- und Medienstadt, als geistiges und intellektuelles Zentrum von europäischem Rang.

In den ersten Dekaden des vergangenen Jahrhunderts entwickelte sich in Berlin ein ganz einzigartiger, bunter, vielfältiger, meinungsfreudiger, ja sogar unübersichtlicher Zeitungskosmos. Diese Pluralität, diese Angebots- und Meinungsvielfalt waren Ausdruck einer sich entwickelnden demokratischen Kultur. Die Bedeutung der Presse- und Informationsfreiheit als elementare Grundrechte der Bürger und als konstitutive Elemente des demokratischen Systems war gerade hier in Berlin erfahrbar und erlebbar.

In der besonderen Tradition dieser Presse- und Medienkultur steht und versteht sich „Der Tagesspiegel“. Vor 60 Jahren, also in den Wirren der Nachkriegsmonate und der Aufbruchzeit nach der völligen politischen, militärischen und moralischen Niederlage Deutschlands, erschien der Tagesspiegel zum ersten Mal. Es war die Zeit der von den Alliierten erteilten Zeitungslizenzen. Die Gründer des Tagesspiegels hatten sich bereits in der Weimarer Republik hohe Reputation als Zeitungsmacher erworben. Noch unter der Militärregierung führten sie den Tagesspiegel frühzeitig zu politischer und wirtschaftlicher Unabhängigkeit.

Die Geschichte des Tagesspiegels ist natürlich eng verknüpft mit der Geschichte Berlins. Nach der Blockade und dem Bau der Mauer blieb das Verbreitungsgebiet auf den Westteil der Stadt beschränkt. Mit der Einheit Deutschlands bot sich wieder die Chance, sich überregional aufzustellen. Dieser Herausforderung hat sich der Tagesspiegel in moderner Aufmachung und mit neuer unternehmerischer Leitung erfolgreich gestellt.

Der Tagesspiegel ist eine der führenden Zeitungen der Hauptstadt, kompetent und aktuell – unverzichtbar für politisch Interessierte und für alle, die in Berlin mitreden wollen. Auch für mich gehört der Tagesspiegel zur täglichen Pflichtlektüre.

Der Verlagsleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich zum Jubiläum des Blattes, dass Ihr publizistisches Engagement auch weiterhin durch die Zufriedenheit und die Treue Ihrer Leserinnen und Leser bestätigt wird.

Matthias Platzeck

BUNDESRATSPRÄSIDENT UND MINISTERPRÄSIDENT VON BRANDENBURG

Berlin ohne den Tagesspiegel – einfach unvorstellbar! Ich gratuliere dem Tagesspiegel zu seiner 60-jährigen Erfolgsbilanz. Dazu, dass er zu den ganz Großen auf dem hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt gehört.

Liebe Leserinnen und Leser, Sie halten eine Hauptstadtzeitung in den Händen, die diesem Anspruch alle Ehre macht. Kompetent, kritisch und hundertprozentig aktuell berichtet sie sieben Tage die Woche über alles Wissenswerte, ohne dabei Berlin als den Nabel der Welt zu betrachten. Wahrscheinlich ist auch genau diese Ausgewogenheit Teil des Erfolgskonzeptes. Fest steht, die Berlinerinnen und Berliner lesen ihre Zeitung gern und regelmäßig. Für viele ist sie treuer Wegbegleiter und wichtige Informationsquelle auf der morgendlichen S- oder U-Bahnfahrt. Gelegentlich sogar auch noch für den zeitungslosen Sitznachbarn.

In sechs Jahrzehnten hat der Tagesspiegel seinen Anker ganz tief und scheinbar krisensicher in die stürmische See des Zeitungsmarktes geschlagen. Die Wirren der Nachkriegszeit und die Berlin-Blockade, Kalter Krieg, der Fall der Mauer und selbst das Internet konnten die Zeitung nicht zum Kentern bringen. Heute, im fünfzehnten Jahr der deutschen Einheit, hat der Tagesspiegel im wiedervereinigten Berlin eine führende Marktposition inne. Herzlichen Glückwunsch!

Übrigens freue ich mich auch ganz privat über die Sichtweise der Tagesspiegelautoren. Das Partnerblatt, die Potsdamer Neuesten Nachrichten, steckt auch täglich in meinem Briefkasten. Deshalb sage ich auch: Potsdam ohne TagesspiegelArtikel – mittlerweile unvorstellbar.

Klaus Wowereit

REGIERENDER BÜRGERMEISTER

VON BERLIN

„Rerum cognoscere causas“ – dieser stolze Leitspruch prangt jeden Tag über dem Tagesspiegel, als Verpflichtung gegenüber den Lesern und als Anspruch an sich selbst.

Die Medienlandschaft hat sich in den vergangenen 60 Jahren gewaltig verändert. Das Fernsehen ist dazugekommen, zuletzt das Internet – als Konkurrenz und Ergänzung.

Medien haben Macht, gar keine Frage. Wo Macht ist, stellt sich die Frage nach der Verantwortung. Da Medien nicht zur Wahl stehen, kann diese Verantwortung nur aus dem Bewusstsein der Selbstbescheidung kommen, so wie es Hanns-Joachim Friedrichs unvergleichlich auf den Punkt gebracht hat: Medien dürften sich mit keiner Sache gemein machen, nicht einmal mit einer guten.

Der Versuchung, als Chronist und Kommentator den Rand zur politischen Arena zu übertreten, ist in unserer Mediengesellschaft offenbar schwerer zu widerstehen als früher.

Demokratie braucht eine freie Presse, Politik braucht Kritik, damit unsere Gesellschaft vorankommt.

Der Tagesspiegel ist dafür seit 60 Jahren eine Institution in Berlin. Er ist nicht wegzudenken aus unserer Stadt und trägt auch über die Stadtgrenzen hinweg viel zum Bild Berlins bei. Den Dank dafür verbinde ich mit dem Wunsch, dass dem Tagesspiegel in jeder Hinsicht die Freiheit bewahrt bleibt, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Volker Schlöndorff

REGISSEUR

60 Jahre, das heißt Herbst 1945 – man mag kaum glauben, dass es da in Berlin noch / schon wieder eine Druckmaschine gab. Wahrscheinlich waren die ersten Nummern handschriftlich. Vielleicht nimmt sich der Tagesspiegel von allen seriösen Zeitungen deshalb auf liebenswerteste Weise nicht so ernst – nur die überschlaue Stimme Amerikas, die da auf der ersten Seite immer noch Kalte-KriegsPhrasen verbreitet, hat das noch nicht gemerkt.

Und was wäre das Sonntagsfrühstück ohne Tagesspiegel? Eine einmalige wunderbare Sache diese 7. Ausgabe! Mit dem SZ-Abo bin ich vor 15 Jahren nach Berlin umgezogen, als Nabelschnur zur damals immer noch heimlichen Hauptstadt. Dann habe ich im Jahresrhythmus die Berliner Zeitungen durchprobiert und bin am Tagesspiegel hängen geblieben, obwohl es ja immer noch so eine Art Charlottenburger Mitteilungsblatt ist... aber das ist ja nach langen Stadtrundfahrten doch auch mein Ort, kulturell, kulinarisch, beziehungstechnisch und freundschaftlich.

Hartmut Mehdorn

VORSTANDSVORSITZENDER

DER DEUTSCHEN BAHN

Berlin war immer etwas Besonderes. Hier eine Zeitung herauszugeben, war auch immer etwas besonders Ambitioniertes. Sich in dieser heißen Medienlandschaft der Hauptstadt zu behaupten – allen Zeitungskriegen zum Trotz – ist dann schon etwas ganz Besonderes. Das kann nur schaffen, wer sich stets wandelt, nicht dem Zeitgeist hinterherläuft, sondern immer ein wenig vor der Zeit ist. Der Tagesspiegel war und ist dabei über sechs Jahrzehnte gut im Rennen. Meine Frau Mutter konnte ohne ihn gar nicht leben. Diese Zeitung ist wie ein alter Verwandter: Man ist sich eng verbunden, sieht sich immer wieder gerne, und manchmal auch gerne weniger, aber man möchte ihn auch nicht missen. Nur eines wünsche ich mir: Mehr Blick auf das ganze Berlin, seine besondere Stellung in Brandenburg, in Deutschland und weit darüber hinaus. Manchmal weht noch ein Hauch alter Insellage durchs Blatt, als Berlins Mitte noch am Kurfürstendamm lag. Aber vielleicht ist diese Mischung aus Weltstadt und Kiez auch ein Stück des ganz Besonderen dieser Stadt und seines Tagesspiegels.

Eric Schweitzer

PRÄSIDENT DER INDUSTRIE–

UND HANDELSKAMMER BERLIN

Als Unternehmer und Berliner IHK-Präsident gehört der Tagesspiegel zu meiner Pflichtlektüre. In guter journalistischer Tradition des Blattes sind die Berichte – ob aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport – sorgfältig recherchiert und interessant aufgeschrieben. Nicht umsonst eilt dem Tagesspiegel der Ruf einer exzellent gemachten Zeitung voraus. Die vielen Beiträge mit exklusiven Informationen sind für mich ein Beleg dafür, dass die Redakteure ihr Handwerk wirklich gut verstehen. Das war für die IHK auch ein Grund dafür, mit dem Tagesspiegel eine Medienpartnerschaft zum Thema „Wirtschaftsfreundlichster Bezirk“ einzugehen. Ähnliche Projekte wünschte ich mir auch künftig. Die Berliner Wirtschaft hat Potenzial für viele spannende Berichte. Die jüngste Wirtschafts-Sonderbeilage war ein toller Anfang und sollte ihre Fortsetzung finden.

Pierre Pagé

TRAINER DER BERLINER EISBÄREN

(DEUTSCHER EISHOCKEYMEISTER)

Ich arbeite jetzt seit dreieinhalb Jahren in Berlin, genauso lange lese ich auch schon den Tagesspiegel, und zwar täglich. Für mich ist das eine Zeitung wie die „Washington Post“ oder die „New York Times“ in den USA oder „The Globe and Mail“ in meiner Heimat Kanada. Einfach unentbehrlich für den Alltag. Ich habe nichts gegen die Boulevardzeitungen, ich bin mit den Journalisten immer gut ausgekommen. Aber beim Tagesspiegel weiß ich immer, dass ich mich auf Information, Analyse und Einschätzung verlassen kann. Das ist für meine Arbeit hier sehr wichtig, denn vieles, was für Deutsche selbstverständlich ist, muss ich mir erst aneignen. Das gilt für das generelle Lebensgefühl genauso wie für die Sprache. Dabei hilft mir der Tagesspiegel jeden Tag.

Andres Veiel

REGISSEUR

Als ich 1981 aus Stuttgart in die Berliner Hausbesetzerkämpfe aufbrach, war der Tagesspiegel, wenn überhaupt, nur als Bodenschutz zum Tapezieren akzeptiert. Auf den WG-Tischen war nur eine Zeitung zugelassen – die „taz“. Mitte der 80er Jahre verließen die ersten Freunde der schreibenden Zunft die „taz“ und offenbarten mir mit gesenktem Blick, dass sie nun in der Potsdamer Straße zu finden seien – beim Tagesspiegel. Als Leser bin ich ihnen gefolgt, zunächst nur sporadisch zur Überprüfung des Schreibverhaltens in artfremden Biotopen. Überrascht stellte ich fest, dass der Tagesspiegel keine so schlechte Zeitung war. Und dass das Blatt dann mit der Wende noch besser wurde.

Zugegeben, es war nicht immer die große Liebe, die mich mit dem Tagesspiegel verband. Es gab Zeiten, in denen die meinungsfreudige Grundhaltung merkwürdig einsilbig wurde, vom Widerspruchsgeist in den eigenen Reihen war nichts mehr zu lesen. Und doch, ich habe es nie geschafft, der Zeitung dauerhaft untreu zu werden. Dafür hat sie dann doch zu viele herausragende Seiten. Wenn das so bleibt – dann: auf die nächsten 60 Jahre!

Thomas Fischer

VORSTANDSVORSITZENDER DER WestLB

Für die deutsche Hauptstadt und ihr Umland eine gute Zeitung zu machen, ist ein sehr hoher Anspruch. Als Leser erwarte ich Informationen sowohl über das vielfältige kulturelle Leben in der Metropole Berlin als auch über die lokalen politischen Entscheidungsprozesse. Eine Hauptstadt-Zeitung muss aber auch die großen nationalen und internationalen Themen aus Politik und Wirtschaft angemessen berichten, analysieren und kommentieren können. Diesen Ansprüchen gerecht zu werden, gelingt dem Tagesspiegel – wie sollte es anders sein – nicht immer, aber eben sehr oft. Dass die Redaktion es gleichzeitig schafft, mit hoher Aktualität und eigener Recherche immer wieder exklusiv berichten zu können, finde ich bemerkenswert. Für einen redaktionell starken und kompetenten Tagesspiegel wird auch künftig Platz in der Berliner Medienlandschaft sein.

Gesine Schwan

PRÄSIDENTIN DER EUROPA-UNIVERSITÄT VIADRINA IN FRANKFURT (ODER )

Der Tagesspiegel begleitet mich als morgendliche Zeitungslektüre seit etwa 40 Jahren. Für mich war es immer wichtig, dass der Informationsteil weitgehend nüchtern und unparteiisch gehalten ist, dass er sich sehr um problematisierende Aufklärung bemüht und auch in der optischen Gestaltung ansprechend ist. Die Layoutreform hat dazu sicher beigetragen, aber sie war für mich in puncto Übersichtlichkeit – die mir am wichtigsten ist – nicht zentral. In der letzten Zeit fand ich den Berliner Teil ein wenig zu sehr in Richtung Boulevard gestaltet, aber da sich meine „lokalpatriotischen“ Interessen gegenwärtig aus beruflichen Gründen auf Frankfurt (Oder) konzentrieren, überschlage ich solche Geschichten leichten Herzens. Mehr Interesse habe ich am Wirtschaftsteil entwickelt, was vielleicht an den aktuellen politischen Herausforderungen liegt. Dankbar bin ich für die hochseriösen Analysen und Informationen zur Hochschulpolitik. Das i-Tüpfelchen auf dem zukünftigen Tagesspiegel wären häufigere „Grundsatzartikel“ – zu Politik, Wirtschaft und Kultur. Insgesamt habe ich großen Respekt davor, wie der Tagesspiegel sich von einer West-Berliner in eine gesamtdeutsche Zeitung weiterentwickelt hat.

Peter Dussmann

EIGENTÜMER UND VORSITZENDER

DES AUFSICHTSRATS DER

DUSSMANN-GRUPPE

Es ist ein Ritual: Zum Ende des Arbeitstages, bevor ich aus dem Dussmann-Haus an der Friedrichstraße nach Zeuthen fahre, besorge ich mir druckfrisch den neuen Tagesspiegel beim Straßenverkäufer in der Dussmann-Passage. Wenn ich nach rund 45 Minuten Fahrzeit in Zeuthen ankomme, fühle ich mich umfassend und kompetent über alles informiert, was dieser Tag weltweit gebracht hat. Wenn ich, egal wo, in der Welt unterwegs bin, dann gehe ich mit meinem Laptop online und erfahre vom Tagesspiegel, was wichtig und beachtenswert ist in Berlin, Deutschland und der Welt. Aus dem Tagesspiegel ist in den letzten Jahren ein hervorragend gemachtes Blatt geworden. Es erlaubt mir, dass ich an jedem Punkt in der Welt in kürzester Zeit über alle notwendigen Informationen verfüge.

Dieter Lenzen

PRÄSIDENT DER

FREIEN UNIVERSITÄT BERLIN

60 Jahre Tagesspiegel heißt 60 Jahre

– die Leser morgens früh neugierig zum Briefkasten gehen zu lassen

– den Sachen auf den Grund zu gehen

– die andere Seite zu hören

– ein ausgewogenes Verhältnis von Vordergrund und Hintergrund

– zu wissen, dass Bildung mit Modernität sich verbinden kann

– ein Klima des sympathischen Dialogs zwischen Journalisten und Lesern

– Klugheit, Weitsicht und Engagement der Redakteure

– ein handliches Format für die Badewanne … mit einem kleinen Schuss jugendlichem Übermut

Kurzum: Herzlichen Glückwunsch und semper idem.

Detlev Ganten

VORSTANDSVORSITZENDER DER CHARITÉ – UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN

Frühstück und der Tagesspiegel, so beginnt der Morgen vom ersten Tag an, seit ich in Berlin bin. Das war der 5. September 1991, die aufregende Zeit der Wiedervereinigung in Berlin.

Langweilige Routine? Weit gefehlt, denn jeder Tag und jeder Tagesspiegel ist neu. Politik, Stadtgeschehen, Berlin, Wirtschaft, Kultur, Wissen und Forschen, Weltbild mit buntem Allerlei, das Sonntagsinterview, aktuelle Information, interessante Kommentare, anspruchsvolle Berichte sind ein gut gemischtes Frühstücksangebot.

Ich ertappe mich häufig dabei, wie ich mich freue, wenn der Tagesspiegel außerhalb Berlins als Meinungsblatt und Informationsquelle zitiert wird wie die Zeitschriften Science und Nature in der Wissenschaft. Fast so etwas wie Lokalstolz auf „meine Zeitung“. In letzter Zeit könnten die Überschriften und Berichte über die Charité – Universitätsmedizin Berlin ruhig etwas netter sein. Aber unabhängigen Journalismus muss man ja selber auch ertragen.

Der Tagesspiegel ist schon 60 Jahre alt. Das hätte ich nie gedacht, wir sind also Altersgenossen. Einer von uns scheint jünger, spritziger, frischer und anregender, als man bei diesem Alter erwarten könnte.

Michael Schindhelm

GENERALDIREKTOR DER STIFTUNG

„OPER IN BERLIN“

Diese Zeitung ist so Berlin wie die Paris-Bar, der Bahnhof Zoo oder die Deutsche Oper. Das demokratische Berlin nach Großdeutschland. Der Tagesspiegel dreht im Logo die Weltkugel auf den Atlantik, nicht auf den Pazifik. Er ist mehr Westen als Osten. Ich lese ihn meist in meinem Büro Unter den Linden. Wo er jahrzehntelang verboten war. Deshalb ist der Tagesspiegel für mich ein Stück neues Deutschland, aber nicht das Neue Deutschland.

Thomas Middelhoff

VORSTANDSVORSITZENDER

VON KARSTADT–QUELLE

Der Tagesspiegel ist unaufgeregt, seriös und glaubwürdig. Es ist gut, dass dieses Blatt 60 zum Teil turbulente Jahre sehr gut überstanden hat. Am Anfang seiner Geschichte war für den Tagesspiegel überraschenderweise mehr Raum als heute. Der Nordosten Deutschlands war kurzzeitig das natürliche Verbreitungsgebiet dieses im besten Sinne bürgerlichen Blattes. Wäre das nicht eine strategische Zielstellung?

Die überregionale Zeitung für den Norden. Das Zeug dazu hat sie, nicht nur wegen der vielen hervorragenden Journalisten, die dort arbeiten.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

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