Zeitung Heute : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Ministerin Schröder stellt Ländern

Ultimatum bei Kita-Plätzen

Berlin - Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) setzt die Länder beim Ausbau von Kitaplätzen unter Zeitdruck. „Ich habe jetzt die Familienminister der Bundesländer angeschrieben und ihnen eine Frist gesetzt“, sagte Schröder der „Welt am Sonntag“. Länder, die bis zum 30. September nicht mindestens 90 Prozent der Bundesmittel verbindlich beantragt hätten, müssten „Geld, das für sie vorgesehen war, an andere Bundesländer abgeben“. Der Kita-Ausbau sei „das mit Abstand wichtigste familienpolitische Thema“. Von August 2013 an gibt es für unter Dreijährige einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. An diesem Anspruch sei nicht zu rütteln, sagte Schröder. dpa

DEUTSCHLAND

Jeder zehnte Neonazi im „Thüringer Heimatschutz“ war V-Mann

Berlin - Im „Thüringer Heimatschutz“, dem auch die Mitglieder der Neonazi-Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) angehörten, waren einem Medienbericht zufolge von 1997 bis 2003 zwölf V-Leute von deutschen Geheimdiensten aktiv. Wie die „Berliner Zeitung“ am Samstag berichtete, bestätigte der Erfurter Verfassungsschutz jetzt erstmals die Unterwanderung des „Thüringer Heimatschutzes“. Demnach war fast jeder zehnte Aktivist in der damaligen Neonazi-Vereinigung ein Spitzel des Verfassungsschutzes. Die Mitglieder des „Thüringer Heimatschutzes“ hatten die mutmaßlichen NSU-Terroristen mit Geld, Unterkunft und Waffen versorgt. AFP

ISRAEL

Luft- und Raketenangriffe gefährden

Waffenstillstand

Gaza - Die Luft- und Raketenangriffe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas dauern an. Israelische Kampfflugzeuge beschossen am Samstag die Hamas im dicht besiedelten Gazastreifen. Dabei wurden laut Rettungsdiensten mehr als 20 Menschen verletzt, darunter ein Baby. Militante Palästinenser feuerten mehr als 50 Raketen auf Israel ab. Dabei wurde nach israelischen Angaben ein Mann verletzt. Die Behörden riefen die eine Million Einwohner im Süden des Landes auf, in ihren Häusern zu bleiben oder sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. Die anhaltenden Auseinandersetzungen gefährden den am Mittwoch von Ägypten vermittelten Waffenstillstand. rtr

ECUADOR

Im Streit um Assange Botschafterin

aus London zurückgerufen

Quito - Wegen des Streits mit Großbritannien um einen Asylantrag des Wikileaks-Gründers Julian Assange hat Ecuador seine Botschafterin aus London zurückgerufen. Ana Albán werde einbestellt, da es sich „um eine sehr ernste Angelegenheit“ handle, sagte der ecuadorianische Präsident Rafael Correa während einer Radioaufzeichnung. Assange hatte am Dienstag in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gesucht und einen Antrag auf politisches Asyl gestellt, weil ihm eine Auslieferung von Großbritannien an Schweden droht. Dort werden ihm Sexualdelikte zur Last gelegt. Der Australier fürchtet, wegen seiner Enthüllungen letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. AFP

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!