Zeitung Heute : Nachrichten

-

Wer zu den Gewinnern der Fußball-WM zählt, steht jetzt schon fest: All jene, die in ihrem Wohnzimmer mit einem der neuen Flat-TVs punkten. Dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erstmals ausschließlich im Breitformat ausgestrahlt wird, hat den hypermodernen Flachbildschirmen einen beeindruckenden Verkaufsanstieg beschert. Zwei Gerätetypen stehen zur Auswahl: LCD- oder Plasma-Displays. Die Vorteile von Plasma-TV-

Geräten liegen derzeit noch vornehmlich in Bildschirmgrößen jenseits der Ein-Meter-Diagonale. Unbedingter Standard ist bei allen Qualitätsgeräten das „HD Ready“-Logo. Wer genug freien Platz hat und sich sein ganz persönliches Heimkino schaffen will, kann einem Beamer den Vorzug geben und Fernsehen im XXL-Format genießen. Auch PC, DVD-Player oder Spielkonsole lassen sich an die modernen Projektoren anschließen.

Hat man sich für eines der innovativen Geräte entschieden, steht allerdings schon die zweite Frage an. Wie lässt sich die neue Elektronik geschickt ins Wohnzimmer integrieren? Heute bestimmt minimalistisches Design die häusliche Unterhaltungselektronik. Im Idealfall ist sie auf nichts anderes als auf das pure Bild reduziert. Gepaart mit modernen Designkonzepten entstehen so Interieurlösungen, die weit über die herkömmlichen Hifi-Truhen in Nussbaumfurnier hinausgehen.

Heute wird der Fernseher nicht mehr hinter den Türen einer Schrankwand versteckt, sondern ist Teil eines bewusst gestalteten Media-Rooms. Viele lassen sich die Technik sogar gleich beim Haus- oder Wohnungsumbau auf die persönlichen Ansprüche und Einrichtungswünsche abstimmen. Auf die Planung integrierter Medienlösungen ist zum Beispiel das Berliner Unternehmen „Audio Forum“ spezialisiert (www.audioforum-berlin.de). Wer für seinen modernen Flachbildschirm keine Allerweltslösung vom Baumarkt will, könnte sich für das

elegante Lowboard-System „Cube“ von Interlübke entscheiden, in dem sich Bildschirm, Rekorder und DVDs verstauen lassen. Funktional ist auch das

moderne Medienmöbel „Dub“ von Ligne Roset (siehe Produktseiten). Innovative Medienmöbel bietet die Firma Vitra an, so zum

Beispiel das freistehende modulare System „Level 34“, dessen Formensprache an die fortschrittsgläubigen fünfziger Jahre erinnert, als man noch meinte, die durchprogrammierte Zukunft sei schon ganz nah.

Optimal sind Medienlösungen, die wohnlich und intelligent zugleich sind. Das Unternehmen Philips hat vor zwei Jahren gemeinsam mit dem italienischen Hersteller Giulio Cappellini die Kollektion „Paesaggi Fluidi“ – auf Deutsch „Fließende Landschaften“ – vorgestellt (www.design.philips.com). Sie kombiniert unterschiedliche Möbel wie Sofa, Regal und Sideboard, die speziell für das veränderte Erscheinungsbild technischer Geräte entwickelt wurden. „Bookcase“ nennt sich etwa das praktische Drehelement, das neben einem 42-Zoll-Plasmabildschirm auch ein DVD-Regal enthält. „Scala Shelf“ ist ein Wandregal mit LCD-Projektor und DVD-Player. Und beim Sofa „Vesuvio“ lassen sich dank versteckter Technik die

Fernsehbilder an die Decke projezieren, so dass man sie ganz bequem im Liegen

verfolgen kann.

Ein Zukunfts-Sofa der besonderen Art hat auch der französische Designer

Philippe Starck für die italienische Firma Cassina entworfen. „M.I.S.S.-Sofa“

(Music Image Sofa System) heißt das moderne Multimedia-Möbel, das sämtliche Kabel

und Lautsprecher unauffällig integriert – sich allerdings auch in der Preisklasse eines

Mittelklasse-Wagens bewegt (www.cassina.com).

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!