Zeitung Heute : Nachrichten

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MILCH WAR DAS ERSTE PRODUKT, DAS DEN DEUTSCHEN NACH TSCHERNOBYL SORGE MACHTE. Kühe hatten auf Weiden gestanden, auf denen radioaktives Jod-131 niedergeprasselt war, noch bevor Politiker in einigen Bundesländern eine Stallpflicht für Milchkühe durchsetzten. Außerdem war die Milch, die aus Ostblockstaaten nach Deutschland gelangte, sehr stark belastet – die Bundesregierung verhängte ein Importverbot. Ab dem 3. Mai 1986 galt ein Grenzwert für Milch von 500 Becquerel pro Liter – heute gelten in der EU 370 Becquerel. Viele Verbraucher waren verunsichert und kauften Trockenmilchpulver oder H-Milch, die noch vor dem GAU hergestellt worden war. Beliebt war auch Milch aus Dänemark, denn die dortigen Weiden waren vom radioaktiven Fallout kaum betroffen.

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