Zeitung Heute : Nachrichten

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WALDBEEREN SIND NOCH HEUTE VERSTRAHLT, ES KOMMT ALLERDINGS AUF DIE SORTE AN. Beeren wachsen – genau wie Pilze – in den oberen Bodenschichten, wo sich Cäsium-137, aber auch Strontium-90 abgelagert hat. Heidel- und Preiselbeeren sind stärker belastet als Himbeeren, Brombeeren oder wilde Erdbeeren. Zuchtfrüchte sind kaum belastet – allerdings lässt sich bei Konfitüre, Obstkuchen oder Fruchtsaft häufig nicht erkennen, woher die verarbeiteten Beeren kommen. Selbst auf einer kleinen Fläche kann die Radioaktivität des Bodens sehr stark variieren. Das hängt mit den unterschiedlich starken Regenfällen nach dem Unfall von Tschernobyl zusammen und davon ab, wie sich die radioaktiven Stoffe durch Erosion oder Forstwirtschaft im Boden verteilt haben. Deshalb kann man im gleichen Wald an einer Stelle Beeren mit 1 oder 2 Becquerel pro Kilogramm finden und ein paar Meter weiter eine Stichprobe, bei der die Beeren mit mehr als 100 Becquerel pro Kilogramm belastet sind.

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