NÄHER, MEIN GOTT, ZU DIR : Generalsuperintendent Meister erinnert an die Kirchen 1968

Auch die Kirchen haben eine 68er-Geschichte. Zum Beispiel die Gedächtniskirche, wo 1967 Studenten im Weihnachtsgottesdienst Schilder gegen den Vietnamkrieg aufzustellen versuchten und sich Rudi Dutschke den Weg auf die Kanzel bahnte. Offenbar braucht es einen Neuberliner, um an diese Vergangenheit zu erinnern: Am Sonntag wird der neue Berliner Generalsuperintendent Ralf Meister in der Gedächtniskirche über „Freiheit und Rebellion“ sprechen.„Das Widerständige unseres Glaubens, wo taucht das heute in unserer Kirche auf? Sind wir zu angepasst?“, fragt Ralf Meister, der bislang Propst in Lübeck war. Seine Predigt am Sonntag ist der Auftakt einer ganzen Predigtreihe, in der Meister dem Genius Loci der Citykirchen nachspüren will. Am 22. Juni spricht er in St. Matthäus über das Verhältnis der Religion zu den Künsten, am 29. Juni im Berliner Dom über „Die Nation und ihre Symbole. Am 13. Juli geht es in St. Marien über „Ursprung und Mitte“ und am 20. Juli im Französischen Dom um „Toleranz und Widerstand“. clk

Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, So 8.6., 10 Uhr

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