Zeitung Heute : Nahost: Reisen nach Israel weiterhin mit Risiken behaftet

Die Krise im Nahen Osten legt den Tourismus in dieser Region weitgehend lahm. Nahezu alle Reiseveranstalter haben Rund- und Gruppenreisen nach Israel und in die palästinensischen Gebiete abgesagt, wie der Geschäftsführer des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes (DRV),Leonhard Reeb, jetzt mitteilte. Da die Lage weiter als instabil gelten müsse, seien Reisen nur eingeschränkt möglich.

Im Angebot seinen derzeit lediglich Individualreisen in weniger umkämpfte Gebiete, sagte Reeb. Touren in die historischen Orte wie Jerusalem oder Bethlehem hätten die Veranstalter auch für Einzelreisende aus dem Programm genommen. Individualtouristen ließen sich jedoch bisher kaum von der Krise abschrecken. Sie seien sich meist der Risiken in der Region bewusst und stornierten auch jetzt ihre Reise nicht. Im vergangenen Jahr besuchten etwa 200 000 Deutsche das Land Israel.

Das Auswärtige Amt (AA) rät unterdessen von Reisen in die Krisengebiete dringend ab. Anschläge, die sich in der Vergangenheit oft gegen öffentliche Verkehrsmittel und häufig besuchte Orte gerichtet hätten, seien auch jetzt nicht auszuschließen, teilte das Außenministerium mit. Wer dennoch in die Gebiete reisen muss, sollte sich vor Ort ständig über die aktuelle Lage informieren. Außerdem müsse mit erheblichen Reisebehinderungen gerechnet werden. Die West Bank und Gaza seien häufig ohne Vorwarnung gesperrt, so dass die Ein- oder Ausreise selbst für Touristen zeitweilig unmöglich werde. Im gesamten Krisengebiet werden den Angaben zufolge oft Straßen abgeriegelt. Für Ägypten hingegen gibt es noch keine Reisewarnung.

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