Zeitung Heute : Nashi-Birnen-Püree

Von Holger Zurbrüggen

-

Die NashiBirne kommt aus Japan, die kriegt man in guten Obstläden und im Asiamarkt. Sie sieht aus wie ein Apfel, schmeckt aber eher wie Birne, nur dass sie fester ist. Für das Püree viertele ich eine große Birne, die Kerne kommen raus, aber die Schale bleibt dran, da steckt das meiste Aroma drin. Die Frucht schwitze ich in Butter an, mit einer Schalotte, drei Lorbeerblättern und einem Teelöffel Zucker. Die Kartoffeln (zwei große, mehlige) habe ich schon vorher geschält und gewürfelt, die kommen jetzt dazu. Das bedecke ich mit Apfelsaft und Wasser, zu gleichen Teilen – 15, 20 Minuten, dann sind die fertig. Wenn sie gar sind, gieße ich sie einfach ab, nehme die Lorbeerblätter raus, und passiere das Ganze mit etwas Milch oder Sahne. Jetzt brauche ich nur noch ein bisschen Butter, Salz und Zucker – fertig. Weil das Püree leicht süßlich ist und einen fruchtigen, blumigen Geschmack hat, passt es besonders gut zu Hirsch, zum Reh oder zum Wildschwein.

Aus den Birnen kann man auch eine schöne Tarte machen. Einfach fertigen Blätterteig nehmen, mit etwas Birnenmarmelade oder einer anderen hellen Marmelade einpinseln, mit Birnenscheiben belegen und zehn Minuten bei 220 Grad backen.

Holger Zurbrüggen ist Chefkoch im Louis im Hotel Steigenberger Berlin

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!