NATO-BÜNDNISFALL : Einer für alle

Die Ausrufung eines Bündnisfalls nach Artikel 5 des Nordatlantik-Vertrags ermöglicht die Androhung und Anwendung von Waffengewalt gegen Staaten, die ein Nato-Mitglied attackieren.

Erstmals wurde der Bündnisfall nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA festgestellt. Der Angriff auf einen Partner wird danach als Angriff auf alle Bündnispartner betrachtet und verpflichtet die anderen Mitglieder zur kollektiven Selbstverteidigung.

Die Türkei selbst verfügt mit einer halben Million Soldaten über die zweitgrößte Armee aller Nato-Staaten.

Artikel 6 des Nato-Vertrags definiert, welche Situationen den Bündnisfall auslösen können. Dazu zählen unter anderem Angriffe auf das Gebiet eines Nato-Staates sowie auf dessen Streitkräfte, Schiffe oder Flugzeuge, wenn sie sich im oder über dem Nato-Gebiet oder im Mittelmeer aufhalten. rtr

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