Zeitung Heute : Neue BAT-Studie: Kaum private Nutzung von Internet und PC - Amerikaner und Deutsche sind "Computermuffel"

In Deutschland, aber auch in den USA werden Internet und PC privat kaum genutzt. Das geht aus einer Umfrage des B.A.T-Freizeit-Forschungsinstituts bei jeweils 3000 Menschen in beiden Ländern hervor, die von Januar bis März nach ihrem Gebrauch elektronischer Medien befragt wurden. Die von der deutschen Computerbranche geäußerten Befürchtungen, Deutschland sei auf dem Weg in die Informationsgesellschaft abgehängt worden, beschwichtigt das Institut. In Wirklichkeit wollten drei Viertel aller Amerikaner vom Internet nichts wissen und "zappten" stattdessen lieber durch die TV-Programme, berichtete das Institut am Dienstag in Hamburg.

"Die meisten Deutschen, aber auch die Mehrheit der Amerikaner sind Computer-Muffel", bilanzierte Institutsleiter Horst W. Opaschowski, dessen Studien zumeist kontrovers diskutiert werden. Jeder vierte Amerikaner nutzt demnach das weltweite Datennetz wenigstens einmal in der Woche für private Konusm-, Informations- oder Unterhaltungszwecke. In Deutschland sind es erst sieben Prozent. Vom PC zu Hause machen 83 Prozent der Deutschen und 70 Prozent der Amerikaner keinen regelmäßigen Gebrauch. "Das Internet wird auch in fünf Jahren kein Massenmedium wie das Fernsehen sein", so Opaschowski. Denn: Die Mehrheit der 18- bis 29-Jährigen sei in beiden Ländern (D: 66 Prozent, USA: 63 Prozent) nicht am PC als Alltagsmedium interessiert und verweigere sich. "Wer bisher pausenlos passiv war, wird nicht plötzlich aktiv oder grenzenlos interaktiv sein können", meint der Freizeit-Forscher. Die Verbreitung des Internets sei eine Frage von ein bis zwei Generationen.

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