NEUE DATENPANNE : Verloren in England

Wieder gibt es in Großbritannien einen

Datenskandal: Diesmal sind unverschlüsselte Informationen über Zehntausende Häftlinge verschwunden. Auf einem abhandengekommenen Memorystick seien unter anderem persönliche Daten von 10 000 Schwerverbrechern sowie Details über alle 84 000 Häftlinge in England und Wales gespeichert gewesen, teilte das Innenministerium in der Nacht zu Freitag mit. Ein Sprecher sagte, eine private Beratungsfirma habe die Daten verloren. Auf dem Speichermedium waren unter anderem die Namen, Adressen und teilweise die geplanten Entlassungstermine der Gefangenen gespeichert. Der Stick enthält zudem Adressen und Namen sowie Geburtsdaten von 30 000 Verbrechern, die zu sechs oder mehr Strafen verurteilt wurden. Sie stammen aus dem Zentralcomputer der britischen Polizei. Die Firma PA Consulting hatte die Regierung am Montag über den Verlust informiert und suchte bisher erfolglos nach dem Datenträger. Unklar ist, wie er verloren ging. Es ist die letzte von zahlreichen Datenpannen in den vergangenen Monaten, die die britische Regierung unter Druck bringt. 2007 waren unter anderem die Daten von 25 Millionen Kindergeldempfängern und Führerscheinbewerbern verloren gegangen. Zuletzt wurden hoch geheime Dokumente unter anderem über das Terrornetzwerk Al Qaida in einem Zug liegen gelassen. Auch kam ans Licht, dass beim Verteidigungsministerium in den vergangenen Jahren Hunderte Laptops gestohlen worden waren. dpa

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