Neue Ideen für die vernetzte Welt : Davos in Potsdam

Start-ups aus der Internetbranche präsentieren sich auf dem achten „Hasso Plattner Ventures Forum on Entrepreneurship“. Diesmal geht es nicht nur um Geschäftsideen, sondern um – Leidenschaft.

Claudine Hengstenberg
Wohin geht die Reise in der virtuellen Welt? Das Entwicklungspotenzial, das Internet & Co. bieten, ist noch nicht einmal in Ansätzen ausgelotet.
Wohin geht die Reise in der virtuellen Welt? Das Entwicklungspotenzial, das Internet & Co. bieten, ist noch nicht einmal in...Foto: Tom Solo

Neun Jung-Unternehmen treten beim „Hasso Plattner Ventures Forum on Entrepreneurship“ zum Pitch an, also zu einem Wettbewerb gegeneinander. Die rund 250 geladenen Teilnehmer der Veranstaltung am 12. September in Potsdam stimmen per SMS ab, zusätzlich gibt eine Jury ihr Votum ab – die beiden Ergebnisse werden zu gleichen Teilen gewertet.

Die 10000 Euro, die der Sieger einstreicht, sind eine nette Sache, aber viel mehr zählt die Aufmerksamkeit eines ausgesuchten Publikums. In der Welt der Start-ups sind Kontakte mindestens so wichtig wie Kapital. Ob SAP-Gründer und Mäzen Hasso Plattner oder Investoren-Legende Peter Thiel, der den Wert seines 500000-Dollar-Einstiegs bei Facebook binnen acht Jahren verzweitausendfachte – prominenter geht es kaum.

Doch noch mehr als Kontakte und Kapital zählen Ideen, und deswegen ist die Jahrestagung von Hasso Plattner Ventures auch nicht als Messe angelegt, sondern als einzigartiges Forum für Gedanken, Ideen, Visionen. Nach den Themen „China – Bedrohung oder Chance“ (2010) und „Sinnvolle Investments“ (2011) solle es nun ganz weit gefasst um „Passion“ gehen. Von der Größe her kann sich das Potsdamer Forum nicht annähernd mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos messen, aber die Herangehensweise ähnelt sich. Veranstalter ist das Unternehmen Hasso Plattner Ventures mit Sitz in Potsdam, das 150 Millionen Euro verwaltet, die zum größten Teil von Hasso Plattner selbst stammen. Es will vielversprechende Unternehmen der Informations- und Umwelttechnik in Europa und Israel finanzieren und beraten.

Leidenschaft als Antrieb für Unternehmen, vor allem aber als spannender Wegweiser durchs Leben – darum geht es bei der Tagung in Potsdam. Einer der Referenten ist der Mikrobiologe Mel Rosenberg aus Israel, der Körpergerüche erforscht, aber auch leidenschaftlich gerne Jazz-Saxophon spielt. Ein weiterer ist Fernando Burgos, der für Telefónica in Deutschland neue Geschäftsmodelle entwickelt, aber auch ein leidenschaftlicher Marathonläufer ist (siehe dazu auch das Interview "Wir geben Rückenwind").

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