Zeitung Heute : Neue Vorwürfe gegen Wulff – Nahles nennt ihn „Pinocchio“

Berlin - Wegen Verbindungen seiner früheren Anwaltskanzlei zum Unternehmer Egon Geerkens sieht sich Bundespräsident Christian Wulff neuen Vorwürfen ausgesetzt. Wulff hatte über seinen Anwalt bestätigen lassen, dass Geerkens Vermieter und Mandant der Kanzlei war. Der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel hielt Wulff daraufhin vor, den Landtag über diesen Aspekt seiner Beziehung zu Geerkens getäuscht zu haben. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bezichtigte Wulff indirekt der Lüge. „Wir haben jetzt doch einen Pinocchio offensichtlich im Bundespräsidialamt“, sagte sie dem Sender N24.

Wulff steht seit Wochen in der Kritik, weil er dem Landtag auf die Frage nach einer Geschäftsverbindung mit Geerkens verschwiegen hatte, dass er als Ministerpräsident in Niedersachsen von Geerkens’ Ehefrau einen Kredit von 500 000 Euro erhalten hatte.

Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki rechnet nicht mehr damit, dass sich Wulff im Amt stabilisieren kann. „Christian Wulff hat die Affäre nicht mehr selbst in der Hand. Das Ermittlungsverfahren gegen seinen Ex-Sprecher Olaf Glaeseker wird ihm noch mehr Schwierigkeiten bereiten, als er das momentan vermutet“, sagte der schleswig-holsteinische FDP- Fraktionschef der Nachrichtenagentur Reuters.AFP/rtr

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