Neues vom Planeten MODE : Viel Kaschmir, wenig Spaß

Lisa Strunz

Der Körper eines Mannes und das Gesicht einer Frau: Andrej Pejic trug beim Finale der Gaultier-Show im Januar das Brautkleid, seither werden die Geschlechter auf dem Laufsteg öfter vermischt.

Carine Roitfeld gab im Januar ihren Posten als Chefredakteurin der französischen Vogue auf – angeblich auf eigenen Wunsch.

John Galliano beschimpfte im Februar die Gäste eines Pariser Cafés mit antisemitischen Äußerungen und wurde daraufhin vom Modehaus Dior suspendiert.

Ebenfalls im Februar nahm sich Alexander McQueen das Leben. Im November wurde seine Chefdesignerin, Sarah Burton, bei den „British Fashion Awards“ als „Designer of the Year“ ausgezeichnet.

Claudia Schiffer brachte im August eine Kaschmir-Kollektion heraus. Zwei Jahre zuvor, auf der Konferenz „Techno Luxury“ in Berlin fragte die Modekritikerin Suzy Menkes nach ihren Plänen. „Ich würde gern etwas mit Kaschmir machen“ sagte das Ex-Model und bekam ein paar Minuten später das Angebot, mit dem Label Iris von Arnim zu kooperieren.

Um nicht von seinen Produkten abzulenken, trug Apple-Chef Steve Jobs immer einen schlichten schwarzen Rollkragenpullover. Bei seinem letzten Auftritt im Juni war es ein Modell des Berliner Designers David von Rosen: 100 Prozent Kaschmir, 420 Euro. Trotzdem muss das Label Ende des Jahres schließen: Es wurde aus Angst vor Verwechslung von „Paul Rosen“, einer Marke des Unternehmens Anson, verklagt.

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