NEUZEIT : Zwei Kilometer mehr für den König

Als im Jahre 1890 die Gräber der gefallenen Athener aus der Schlacht von Marathon entdeckt wurden, erinnerte man sich auch wieder der Überlieferung von Plutarch und Lukian; der Marathon bekam seinen Namen, wurde 1896 in Athen zur olympischen Disziplin. Bei dem damals 40 Kilometer langen Lauf siegte der griechische Wasserträger Spyridon. Bei den Frauen wurde der Marathon erst 1984 olympisch.

Die Laufdistanz von 42,195 Kilometern entstand bei den Olympischen Spielen 1908 in London: Nachdem die bis dahin übliche Distanz von 25 Meilen (40,23 km) vermessen wurde, fehlten noch knapp zwei Kilometer bis Schloss Windsor – also verlängerte man die Strecke kurzerhand bis zur königlichen Loge.

Den schnellsten Marathon aller Zeiten lief der Äthiopier Haile Gebrselassie (Foto) im Jahre 2008 in Berlin. Seine Rekordzeit: 2:03:59 Stunden.

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