Zeitung Heute : New Economy: Entrepreneuren fehlt Führungswissen

Zum Thema Online Spezial: New Economy Kein geregelter Feierabend und weniger Geld in der Tasche als Angestellte in der "Old Economy" - so sieht von Ausnahmen abgesehen die Realität vieler Mitarbeiter in der New Economy aus. Dennoch sind Deutschlands E-Arbeiter im Großen und Ganzen mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung Accenture und des EC-Lab der Universität Witten Herdecke in Zusammenarbeit mit Handelsblatt Netzwert. Über 700 E-Business-Arbeiter aus Startups und E-Business-Abteilungen großer Unternehmen beteiligten sich an der Online-Umfrage unter Leitung von Professor Bernd W. Wirtz. Die Studie zeigt, dass der Börsen-Sturz von Unternehmen der digitalen Wirtschaft und die Einsparungen in E-Business-Abteilungen schon jetzt voll auf das Salär der Mitarbeiter durchschlägt. Deren Jahresgehälter liegen tendenziell unter Vergleichswerten aus der Old Economy. Dementsprechend unzufrieden zeigten sich die Befragten mit ihrer Entlohnung: Nur 31 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden, 29 Prozent dagegen unzufrieden oder sehr unzufrieden.

Ein anderer "wunder Punkt", die nicht selten extrem langen Arbeitszeiten, scheint die E-Arbeiter weitaus weniger zu stören. 37 Prozent der Antwortgeber sind mit ihren Arbeitszeiten zufrieden oder sehr zufrieden, nur 23 Prozent unzufrieden oder sehr unzufrieden. 33 Prozent der Antwortgeber arbeiten nach eigenen Angaben 50 bis 60 Stunden pro Woche, 39 Prozent 40 bis 50 Stunden. Viele der Probleme in der New Economy liegen nach Einschätzung von Professor Bernd W. Wirtz in der Entstehungsgeschichte der Firmen: "Wirkliche Führungspersonen gibt es selten, es kann sie in jungen Unternehmen auch nicht geben, denn oft sind die Chefs Garagen-Entrepreneure der ersten Stunde." Die Ergebnisse der Studie "Arbeitszufriedenheit im E- Business - Analyse der Arbeitsbedingungen und der Arbeitszufriedenheit in deutschen E- Business Unternehmen" können unter www.handelsblatt.com/netzwert nachgelesen werden.

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