Zeitung Heute : New York und Moskau

Humboldt-Universität eröffnet Repräsentanzen in Russland und Übersee

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Der 3. Oktober ist ein wichtiges Datum. Nicht nur für die Republik, auch für die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Rede ist allerdings vom 3. Oktober 2002, an dem die Universität ihre Akademische Repräsentanz in New York mit einer Festveranstaltung eröffnet hat. Am 16. September 2002 wurde bereits ein „Zwillings-Büro“ in Moskau eingeweiht. Die HU ist damit die erste deutsche Universität, die mit zwei eigenen Verbindungsbüros im Ausland vertreten ist. Sie sind wichtiger Bestandteil der Internationalisierungsstrategie, die unter der Leitung der Vizepräsidentin für Internationales und Öffentlichkeitsarbeit, Prof. Dr. Anne-Barbara Ischinger, umgesetzt wird.

Das Moskauer Büro soll die bereits vorhandenen Kooperationen zwischen deutschen und russischen Wissenschaftlern unterstützen, neue anbahnen, für russische Auftraggeber von Forschungsprojekten als Servicestelle fungieren, den Austausch von Studenten fördern, eine Vortragsreihe etablieren und einiges mehr. Das Büro arbeitet in enger Anbindung an die bereits in Moskau etablierte Heinz-Nixdorf-Stiftungsprofessur der Humboldt-Universität, die von Prof. Franz Hubert an der Higher School of Economics (HSE) geführt wird. Hier wird das Büro auch seinen Sitz haben.

Warum eigentlich Russland? Die Humboldt-Universität kann hier auf ihre engen Beziehungen zu fast allen Moskauer Universitäten aufbauen. Die Stadt bietet durch ihre kulturelle Nähe zu Berlin, aber auch zu den asiatischen Staaten, einen optimalen Standort.

Die Akademische Repräsentanz in New York wird sich ebenfalls Aufgaben in den Bereichen Wissenschaftskooperation, Forschung, Alumnipflege und des Marketings annehmen. Auch hier werden eine Vortragsreihe, Sommerkurse und Ehemaligentreffen etabliert. Das Büro ist im Graduate Center des Bard College im Herzen Manhattans angesiedelt.

Die Universität unterhält derzeit 16 Hochschulkooperationen mit amerikanischen Universitäten und liegt mit rund 190 amerikanischen Studierenden bundesweit auf Platz zwei. Natürlich ist es für deutsche Universitäten nicht ganz einfach die amerikanische Hochschulwelt zu erobern. Die Eröffnungsveranstaltung hat jedoch bereits gezeigt, welche vielversprechenden Möglichkeiten im akademischen und kulturellen Austausch liegen. Unter dem Titel „Memory and Public Space“ sprachen amerikanische und deutsche Wissenschaftler - Professor Wolfgang Kaschuba vertrat hier die Humboldt-Universität - über den Umgang von Metropolen mit großen geschichtlichen Einschnitten. Und hier haben ja Berlin und New York viel an Erfahrungen auszutauschen.

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