Zeitung Heute : Nicht immer an seiner Seite

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Für Clement schuf der Kanzler 2002 die neue Funktion des „SuperMinisters“ für Wirtschaft und Arbeit. Die beiden sind sich auf frappierende Weise ähnlich in ihrer Auffassung von politischem Handeln als „Machen und Gestalten“: eher zupackend als zaudernd, eher intuitiv als analytisch, eher pragmatisch als an Idealen orientiert. Wenn dem Minister der Wind besonders scharf ins Gesicht bläst, stellt sich der Kanzler hinter ihn. Meistens jedenfalls.

DER WIDERPART

Hans Eichel. Mit dem Finanzminister liegt Clement im Dauerclinch. Sie lieferten sich wochenlang öffentlich einen Schlagabtausch über Ausmaß und Reform der geplanten Unternehmensteuerreform – bis der oberste Kassenwart der Republik nachgab und vorm Job-Gipfel auf Unternehmensteuersenkungskurs umschwenkte. Jetzt droht neuer Zoff: Clement hält eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nicht für ausgeschlossen. Das dürfte Eichel nicht gern gehört haben.

DIE EHEFRAU

Karin Clement. Clements Ehefrau hat keine Ambitionen sich in die Politik einzumischen. Sie hält dem fünffachen Vater im Privaten den Rücken frei. Jetzt hat sie, weil sie ihren Mann in der Öffentlichkeit falsch beurteilt sah, dieses Prinzip durchbrochen – und sogleich die Empörung von Politikern und Experten provoziert: Der Satz, „wer einen Job wirklich will, kriegt ihn auch“, ist ihr von vielen Seiten übel genommen worden. Tsp

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