Zeitung Heute : Nicht vor einer Reise zurückschrecken

Viele Eltern behinderter Kinder verzichten auf eine gemeinsame Urlaubsreise. Die Angst vor Problemen und Strapazen sowie die Sorge, diesen nicht gewachsen zu sein, lassen sie vor dem Urlaub zurückschrecken. Dabei möchten auch behinderte Kinder gerne auf Reisen gehen und Neues entdecken. Und ihre Eltern haben ebenfalls das Bedürfnis nach Tapetenwechsel. Die Akademie Bruderhilfe-Familienfürsorge in Kassel empfiehlt Eltern mit behinderten Kindern, nicht vor einer Reise zurückzuschrecken. Familien, denen ein Individualurlaub ungeeignet erscheint, können Betreuung in Anspruch nehmen und die Ferien in Gemeinschaft mit anderen verbringen. Über Familienerholungsstätten informieren zum Beispiel Caritas, Diakonie, Kolping und Arbeiterwohlfahrt. Das Müttergenesungswerk bietet Kuren für Mütter und behinderte Kinder an. Auch der Mobilitätsservice auf den Bahnhöfen erleichtert die Reise mit dem behinderten Kind. Reisende können Hilfeleistungen beantragen (06 81 / 308 17 36). Das Personal an größeren Bahnhöfen erleichtert dann das Fortbewegen auf dem Bahnhof und das Einsteigen in den Zug.

Bei Familien, die sich für eine Individualreise entscheiden, erleichtert das Handbuch "Handycapped Reisen" aus dem FMG-Verlag die Auswahl der Unterkunft. Auf über 600 Seiten findet man rollstuhlgerechte Unterkünfte für jeden Geschmack.

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