Zeitung Heute : Nie mehr abwaschen

Der elektrische Geschirrspüler wird 75 Jahre alt

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Geschirr spülen gehört gewiss zu den Tätigkeiten in der Küche, zu der die geringste Bereitschaft besteht. Lieber noch abtrocknen. Dass dies in zunehmend geringerem Maße für zwischenmenschlichen Gesprächsstoff in der Küche sorgt, liegt an einer segensreichen Erfindung, die vor 75 Jahren in Bielefeld das Licht der Welt erblickte. 1929 brachte Miele den ersten elektrischen Geschirrspüler Europas auf den Markt und hat seitdem an der automatischen Reinigung des Geschirrs systematisch weiter gearbeitet. Und dabei immer wieder Neues entwickelt. Zwar hat es bis 1960 gedauert, bis der Haushaltsgeschirrspüler in Serie ging, aber dafür kam dann schon 18 Jahre später die Steuerung der Maschine per Mikrocomputer als Weltneuheit auf den Markt. 1987 wurden die drei Spülebenen und die Besteckschublade entwickelt und seit 1999 laufen alle Geschirrspüler voll elektronisch. Zum Jubiläum durfte es dann etwas Besonderes sein, das sich zunächst hinter einem Wortungetüm verbirgt: Die „FünfSeiten-Innen-Hochdruck-Umform“ schlägt nach Angaben des Herstellers ein neues Kapitel in der Geschichte der Geschirrspülmaschine auf. Boden-, Seiten- und Deckenwände werden nach dem Zusammenschweißen noch einmal in einem Arbeitsgang zusammen umgeformt. Das ergibt eine größere, selbsttragende Stabilität des Innenraums.

Die neuen Geräte der Generation G 1000 und G 2000, die Anfang Oktober auf den Markt kommen, verbrauchen im Sparprogramm nur noch zehn Liter Wasser. Alle Maschinen dieser Serie besitzen mindestens fünf Temperaturberreiche, so etwa die Programme „Schnell 40 Grad“ und „Intensiv 75 Grad“, was besonders zur hygienischen Reinigung etwa von Babyflaschen oder Schneidbrettern von Bedeutung ist. Die Besteckschublade lässt sich in den neuen Modellen im Verhältnis eins zu drei und zwei zu drei teilen. So wird bei Bedarf mehr Raum für größeres Geschirr gegeben.

Die neuen Geschirrspüler verfügen auch über eine Beladungskennung, die je nach Ladung den Wasserbedarf errechnet und damit auch Energie spart. Werden die Sprüharme durch falsches Beladen blockiert, wird dies optisch angezeigt. Die Modelle der neuen Generation geben sich anspruchsvoll im Design. Mit der „Umluft-Turbothermic-Trocknung“ ist jetzt auch der Belüftungsschlitz in der Blende überflüssig. R.B.

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