Zeitung Heute : Niederlande – Elfenbeinküste

Gruppe C, Gottlieb-Daimler-Stadion Stuttgart 18.00 Uhr, live in der ARD und bei Premiere

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Zeigen beide Mannschaften das, wozu sie in der Lage sind, dann wird man auch nach der Weltmeisterschaft noch über dieses Spiel sprechen. Denn die Niederlande und die Elfenbeinküste gehören zu den stärksten des Turniers. Die technischen Fertigkeiten der Holländer sind hinlänglich bekannt – nicht erst seit dem für Deutschland sehr schmeichelhaften Unentschieden vor gut einem Jahr. Und die Elfenbeinküste brachte die sehr hoch eingeschätzten Argentinier im bisher wohl schönsten Spiel dieser WM mit attraktivem Tempofußball zeitweise arg in Verlegenheit.

Der Unterschied war bislang: Holland hat seine Offensivklasse beim weitgehend glanzlosen Auftakt gegen Serbien-Montenegro zwar ganz gut kaschiert – aber dennoch gewonnen. Ein herausragender Pass von Robin van Persie auf den glänzenden Arjen Robben reichte. Die Ivorer dagegen wurden für ihr mutiges, schnelles Spiel gelobt, vergaben aber zu viele Chancen. Vor allem deshalb steht die Mannschaft nun unter Druck. Bei einer Niederlage wäre das Team so gut wie ausgeschieden.

Der WM-Neuling gibt sich dennoch zuversichtlich: „Wir haben ein Spiel verloren, aber noch nicht die WM“, sagt Trainer Henri Michel. Gegen die Holländer fordert er aber von seiner Mannschaft mehr Disziplin in der Defensive. Die wird gegen die schnellen Flügelstürmer der Holländer auch nötig sein. Dass die Afrikaner sich aber darauf beschränken, den Spielaufbau der Holländer zu stören, muss man wohl nicht fürchten. Dagegen spricht die trotz nur einer nominellen Spitze offensive Ausrichtung. Zudem will Top-Torjäger Didier Drogba nach seiner Knöchelverletzung aus dem Argentinien-Spiel auflaufen. Hollands Trainer van Basten sieht keinen Grund umzustellen: Der zuletzt formschwache Ruud van Nistelrooy wird von Beginn an stürmen. Auch Torwart Edwin van der Sar will nach Verletzung und Trainingspause spielen.

Schiedsrichter:

Oscar Ruiz (Kolumbien)

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