NOBELPREISE 2011 : Irrtum und Tragik

Der Physiknobelpreis ging 2011 an

ein Forschertrio, das ebenfalls eine

herrschende Lehrmeinung als Irrtum entzaubert hatte. In den 90er Jahren versuchten Astrophysiker zu belegen, dass sich das Universum zwar weiter ausdehnt, dieser Vorgang aber immer langsamer vonstatten geht. Das sagte zumindest die Theorie. Zwei konkurrierende Teams analysierten das Licht

von explodierenden Sternen, die unterschiedlich weit entfernt waren. Beide kamen zu dem Schluss: Der Kosmos dehnt sich immer schneller aus.

Begründet wird das mit der Dunklen Energie. Die drei führenden Köpfe Saul Perlmutter, Brian Schmidt und Adam Riess erhielten dafür den Nobelpreis. Tragisch war die Verkündung des

Preises für Medizin, der an die Immunforscher Bruce Beutler, Jules Hoffmann und Ralph Steinman ging. Das Preiskomitee wusste nicht, dass Steinman drei Tage zuvor gestorben war. Seine Witwe nahm die Ehrung entgegen. nes

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