Zeitung Heute : Noch einmal Bremen

Rätseln Reisen ist eine Kooperation von S

In dieser Woche ist bei unserem Reiserätsel ein zweites Mal ein Wochenend-Ausflug für zwei Personen in die Freie Hansestadt Bremen zu gewinnen. Auf Einladung der dortigen Touristik-Zentrale (im Internet unter www.bremen-tourism.de ) reisen die Gewinner an einem Freitag mit der Bahn von Berlin oder Umgebung aus an und übernachten zwei Mal (im Doppelzimmer mit Frühstück) im Treff Hanseatic Hotel.

In den vergangenen Tagen hat sich SFB 4 Radio MultiKulti (im Internet unter www.multikulti.de) auf seiner UKW-Frequenz 106,8 MHz noch einmal ausführlich mit der Geschichte und den "klassischen" wie aktuellen Sehenswürdigkeiten der Weser-Stadt beschäftigt. Täglich gegen 9 Uhr 45 gibt es beim "Reisefieber" für schnelle Anrufer einen Reiseführer nach Wahl zu gewinnen, wenn die jeweilige Tagesfrage richtig beantwortet wird. An der Auslosung der "Kultur-Reise" kann sich noch beteiligen, wer die vier Fragen richtig beantwortet

1. Volkstümliches

Der alte Ratskeller von Bremen ist nicht nur wegen seiner mehr als 650 verschiedenen Weinsorten berühmt: Hier sind auch die Fresken zu den "Phantasien im Bremer Ratskeller" zu sehen, die im Jahre 1827 entstanden und nach hundert Jahren (1927) von Max Slevogt "nachträglich bebildert" wurden. Der Schriftsteller der Phantasien wurde 1802 in Stuttgart geboren und wird - nach seinen Schriften "für die gebildeten Stände" - als "in der Tradition Ludwig Tiecks, E. T. A. Hoffmanns und Jean Pauls stehend" apostrophiert. Einer größeren Leserschaft wurde er allerdings erst durch seinen "Mann im Mond" bekannt, den er unter dem Pseudonym eines anderen Autoren herausbrachte (was ihm einen Skandal samt werbeträchtigem Prozess einbrachte). Wie heißt der Mann, nach dem ein Saal im Ratskeller benannt wurde? Aus seiner Feder stammen auch das "Wirtshaus im Spessart", "Zwerg Nase", "Das kalte Herz" oder "Kalif Storch".

2. Nördliches

In einem Bremer Stadtteil, etwa 20 Kilometer nördlich vom Zentrum gelegen, wurde vor 135 Jahren die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gegründet; hier befindet sich auch eine Ökologie-Station des Bremer Senats. Da die stadtbremischen Häfen am Anfang des 17. Jahrhunderts allmählich zu versanden drohten, entstand in nur vier Jahren der erste künstliche Hafen Deutschlands. Meterhohe Walkiefer (heute aus Bronze) sind zum Wahrzeichen des Ortes geworden, in dessen kleinen Gassen Kneipen und "Läden mit Flair" die Szene beherrschen. Themen-Flussfahrten führen vom Martinianleger bis zum Schulschiff Deutschland, das als "schönster deutscher Windjammer" gilt und in Bremen liebevoll der Weiße Schwan der Unterweser genannt wird. Wie heißt dieser Stadtteil, dessen Heimatmuseum im Schloss Schönebeck ebenfalls zur Sehenswürdigkeit wurde und dessen berühmtester Sohn, der deutsche Forscher Gerhard Rohlfs, sich zunächst zur Fremdenlegion verpflichtete, dann als Araber verkleidet nach Marokko ging und später als erster Europäer Afrika auf der Suche nach Timbuktu durchquerte?

3. Falsches (Zitate-Rätsel)

Welches der drei folgenden Zitate stammt nicht aus der angegebenen Quelle und hat im Original auch nichts mit der Stadt Bremen zu tun?

a) "Kaum gedacht, / War der Lust ein End gemacht! / Gestern noch auf stolzen Rossen, / Heute durch die Brust geschossen, / Morgen in das kühle Grab!" (aus der Arie "An Louise" des unglücklichen Dr. Henry Jekyll kurz vor seinem Tod im Bremer Erfolgs-Musical "Jekyll & Hyde")

b) "In unserem Rosékeller, einem Teil des Ratskellers, der sich auf der einen Seite unter dem Marktplatz bis zum St.-Petri-Dom, auf der anderen Seite bis zur Liebfrauenkirche erstreckt, lagert in einem 1200 Liter- Fass der älteste deutsche Wein, der vielgepriesene Roséwein Rüdesheimer Jahrgang 1653". (der derzeitige Ratskellermeister Karl-Josef Krötz über einen seiner unterirdisch gelagerten Schätze)

c) "Sie ist 50 Meter lang, 9 Meter breit und kann 324 Passagiere befördern. Sie wird zur Zeit auf einer der renommiertesten Werften für schnelle Schiffe in West-Australien gebaut und wird eine Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten, das sind 65 Kilometer pro Stunde, erreichen." (Pressesprecher Hans-Ulrich Kossel über das Einrumpfschiff "MS Speedy", das im Juli dem Bremer Seebäderdienst übergeben wird, um täglich nach Helgoland, der letzten zollfreien Bastion Deutschlands, zu starten)

4. Neues

Bis Ende Mai soll die schöne Weserpromenade von Bremen zu einem "maritimen Boulevard" mit den verschiedensten Bars, Cafés und Restaurants entwickelt werden. Dort werden sich diverse Schiffe - von der alten Hansekogge bis zum modernen "Tanzschiff" - ein Stelldichein geben und sollen so die Promenade zu einem touristischen Highlight der Stadt machen. Die dort aufgestellte "Web-Cam" überträgt alle fünf Minuten ein neues Bild ins Internet - wofür Bremen (neben Moskau und der dortigen Kamera auf dem Roten Platz) von amerikanischen Internet-Fans ausgezeichnet wurde. Wie heißt die Promenade, an der im Sommer jeden Sonnabend der Kajenmarkt mit seinen Trödlern die Besucher anzieht? Vom Martini-Anleger aus starten die Ausflugsschiffe. Gegenüber hat sich mit dem ehemaligen Teerhof auf der Weserhalbinsel ein gefragtes Wohnquartier entwickelt.

Die Lösungen bitte bis Dienstag (Poststempel 2. Mai 2000) auf einer Postkarte an: Der Tagesspiegel, Reiseredaktion, 10876 Berlin. Die in der vergangenen Woche ausgelobte erste Reise nach Bremen hat Annette Feiler in 15344 Strausberg gewonnen. Ihren Reisetermin sprechen Sie bitte direkt mit dem Sponsor (in diesem Fall mit der BTZ Bremer Touristik Zentrale, Service-Hotline 018 05 / 10 10 30) ab; ein Umtausch, die Übertragung oder eine Barabgeltung des Preises sind ebenso wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Die richtigen Lösungen: 1. Robert Louis Stevenson, 2. Gerhard Marcks, 3. das Zitat a) aus dem jemenitischen Märchen "Bin der Hüpfer, töte tausend jeden Tag", 4. Worpswede.Rätseln und Reisen ist eine Kooperation von SFB 4 MultiKulti und dem Tagesspiegel.

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