Zeitung Heute : Noch nie war die Suche nach einem neuen Job so einfach, so bequem, so abwechslungsreich und so schnell wie heute

Beate Henes-Karnahl

Der Berliner Christoph Hessler und die Ulmerin Sabine May kennen sich nicht, aber haben Wichtiges gemeinsam: Beide haben ihren Traumjob via Mausklick im Internet gesucht und gefunden. Über die Jobbörsen des Internets spürten sie auf, was sie sich schon immer gewünscht hatten: Hessler seine Traumstelle als Sales Manager Europe, Sabine May eine Position als SAP R3 - Beraterin. Und das im Handumdrehen. Bei beiden dauerte es rund drei Monate, bis sie am Ziel waren. Die Such-Zauberwörter lauteten "Export" beziehungsweise "SAP".

Noch nie war die Suche nach einem neuen Job so einfach, so bequem, so abwechslungsreich und so schnell wie heute. Die 35-jährige Ulmerin schaute sich bereits während ihrer Weiterbildung zur SAP-Beraterin in den Stellenbörsen des Internets um und nahtlos an die Weiterbildung startete sie zum 1. Juli ihren neuen Job bei einem DV-Beratungsunternehmen. Genau dort wollte sie hin: in ein großes, bekanntes DV-Haus. Über die Suchmaschinen stieß sie auf die verschiedenen Stellenbörsen. Hier informierte sich Sabine May genauso wie auf den Web-Seiten der Unternehmen, von denen sie wusste, dass diese SAP-Software einsetzen. Ernst wurde aus dem Spiel, als sie ihr eigenes Stellengesuch textete. Allerdings ahnte sie nicht, welche Lawine sie damit losgetreten hatte: "Zeitweise wurde ich geradezu zugeschüttet mit Antworten in meinem Mail-Postkasten." Robert Neubauer, Gründer der Jobbörse consultants.de bestätigt, was die SAP-Frau am eigenen PC erfahren hat: "Die besten Kandidaten bekommen innerhalb von 24 Stunden nach der Veröffentlichung bis zu 50 Anfragen."

"Das stimmt", weiß auch Christoph Hessler, der seit Mitte Mai an seinem beruflichen Ziel angelangt ist. Die neue Position des Volkswirts: Vertriebsleiter Europa. Für ein Unternehmen im technischen Bereich baut er jetzt das europäische Händlernetz aus. Der Erstkontakt zum neuen Arbeitgeber kam - natürlich - via Internet zustande.

May wie Hessler waren gleichermaßen überrascht, wie hoch der Rücklauf auf die eigenen Stellengesuche war, und dass bei vielen Stellenangeboten - ebenso bei den Antworten auf die eigenen Gesuche - im Netz gleich dabei stand: "Kontaktaufnahme per E-Mail". Nicht alles bei den Antworten war Gold, was glänzt. Die Zahl der unpassenden und / oder unseriösen Angebote lag aber unter zehn Prozent. Und: Beide hatten die Qual der Wahl. Bei über 40 Stellenangeboten, hatten sie gut zu tun, sich gründlich mit den suchenden Unternehmen zu beschäftigen. Aber wozu gibt es schließlich das Web und die Homepages der Unternehmen? Wieder ein Mauseklick und schon kann sich jeder über das Unternehmen seines Interesses informieren, wenn es denn in der großen weiten WWW-Welt vertreten ist. Und das sind immer mehr.

Freilich, ein Verschicken der kompletten Bewerbungsunterlagen mit der gelben Post, das bleibt auch im Internet-Zeitalter (noch) niemandem erspart. Aber die Vorteile der Jobsuche der modernen Art liegen auf der Hand: in den richtigen Internet-Stellenbörsen kann gezielt gesucht werden und dort können auch eigene Anzeigen platziert werden. Die Suche geht rasch, weil in der Regel umgehend geantwortet wird. Und: Die erste Selektion ist unverbindlich, diskret und anonym; nur die wirklich interessanten Arbeitgeber bleiben übrig, für die sich dann der Aufwand lohnt.

Stellensuche per Internet ist eine feine Sache. Aber es gibt ein paar Einschränkungen. Grundsätzlich gilt: Je mobiler jemand ist, um so schneller findet er via Internet seinen Traumjob. Wer sich im richtigen Berufsumfeld tummelt, das sind gegenwärtig noch die Positionen im Bereich der Datenverarbeitung oder der neuen Medien, kann sich seinen Traumjob schon fast im wortwörtlichen Sinn (her)aussuchen. Aber auch alle anderen, die einen Internet-Anschluss besitzen, sollten mal abtauchen in diese Welt. Noch nie war die Suche nach dem Traumjob so effizient und so spannend wie heute: E-Mail-Bewerbung statt Snail-Mail-Bewerbung.

Und übrigens: Viele Zeitschriften mit Stellenangeboten sind auch online einsehbar. Ein Klick mit der Maus und die neuesten Anzeigen können abgerufen werden. Servicepakte rund um Jobs werden zudem von Online-Dienstleistern, beispielsweise AOL oder T-Online, zur Verfügung gestellt. Hier finden sich sogar eigene Stellenmärkte. Darüber hinaus gibt es noch eine Fülle von Tipps zu Jobsuche und Bewerbung sowie Verzeichnisse mit Links, also Querverweisen auf andere Internet-Adressen zum Thema Beruf. Suchmaschinen für Jobs für die schnelle Recherche: www.jobrobot.de , www.cesar.de , www.jobworld.de , www.jobs.zeit.de

Allgemeine Jobbörsen können direkt angeklickt werden: www.job.de , www.arbeitsamt.de , www.careernet.de , www.consultants.de , www.jobware.de , www.stellenmarkt.de , www.wdr.de , www.fireball.de , www.stellenboerse.de

In den Spezialbörsen ist die Zahl der Stellenangebote geringer, dafür ist eine gezielte Branchensuche möglich.

Datenverarbeitung: www.dv-jobs.de , http://computerjobs.de , http://jobexchange.de



Werbebranche / Medien / Neue Medien: www.werbeagentur.de , www.multimedia.de , www.adwebcat.com

Wer sich gezielt für bestimmte Unternehmen interessiert, geht in die allgemeinen Suchmaschinen und gibt dann den entsprechenden Namen ein: www.yahoo.de , www.lycos.de , www.web.de , www.dino.de , www.kolibri.de .

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