Zeitung Heute : NOCH REINGEHEN

Sex and the City – der Film

Ungeschriebene Gesetze sorgen dafür, dass erfolgreiche TV-Serien früher oder später um Kinofilme erweitert werden. Auch diese Adaption bleibt trotz Überlänge bezüglich Komplexität und Schlagfertigkeit hinter den Fernsehfolgen zurück, kann dafür aber mit üppiger Ausstattung und einem spielfreudigen Ensemble punkten. Für Fans Pflicht.

Iron Man

Schwerreicher Playboy und Rüstungsfabrikant mutiert durch traumatische Entführungserfahrung zum verbrechenbekämpfenden Blechpazifisten. Erfreulich altmodische Superheldenstory mit ironischen Untertönen.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Im vierten Teil der IndianaJones-Saga erweist sich Harrison Ford immer noch als rüstiger Peitschenschwinger. Solides, vergnügliches Popcorn-Blockbusterkino, bei dem Drehbuchschwächen durch exzessive Materialschlachten und exotische Schauwerte kompensiert werden.

Brüssel sehen ... und sterben?

Übereifriger britischer Profikiller wird zur Abkühlung mit einem gutmütigen Aufpasser ins beschauliche Brügge geschickt. Das unfreiwillige Touristenprogramm zeitigt rasch groteske Ergebnisse. Amüsante, rabenschwarze Gangsterkomödie.

Interview

Eine ganz besondere Hommage, die Steve Buscemi sich da für den ermordeten holländischen Filmemacher Theo van Gogh ausgedacht hat. Der hatte die Begegnung zwischen einem abgehalfterten Politjournalisten und einem Starlett nämlich zuerst inszeniert. Gelungenes Remake mit scharfen, schnellen Dialogen.

Kinski - Jesus Christus Erlöser

Das waren noch Zeiten, als die inzwischen abgemeldete Deutschlandhalle Schauplatz skandalträchtiger Abende wie dieser Klaus-Kinski-Show 1971 war. Ein schwer politisiertes Publikum, ein eitler Großschauspieler und dessen wirre-irre Bibel-Adaption.

Tödliche Entscheidung

Der ebenso tölpelhafte wie fatale Plan eines Brüderpaares, sich mittels eines Überfalls des elterlichen Juweliergeschäfts zu bereichern, ist nur das dürre Handlungsgerippe eines Familiendramas von shakespearesken Ausmaßen. Beklemmend intensiv und oscarreif gespielt von Philip Seymour Hofman und Ethan Hawke.

Things we lost in the Fire

Erst nach dem Tod seines besten Freundes lernt ein gescheiterter Ex-Anwalt die Witwe und ihre Kinder kennen und schlüpft in die Rolle eines Ersatzvaters. Nachdenkliche Studie über Verlust, Trauer und Schmerz.

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