NOCH MEHR IRRTÜMER : NOCH MEHR IRRTÜMER

Meisterjubel. Borussia Dortmund Foto: dpa
Meisterjubel. Borussia Dortmund Foto: dpa

JUNGE MEISTER

Noch in der Winterpause glaubte kaum einer daran, dass Borussia Dortmund durchhalten würde. Trotz zehn Punkten Vorsprungs stellten sich die meisten Beobachter allein die Frage, wann die Dortmunder die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verlassen würden. Dass es so kommen würde, daran hegte selbst in Dortmund kaum jemand Zweifel. Doch trotz ihrer Jugend spielte die Borussia in der Rückrunde einfach so begeisternd und erfrischend weiter wie zuvor. Erst gewann der BVB gegen Verfolger Bayer Leverkusen, später siegte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp auch bei den Bayern in München. Am 30. April durfte sich Borussia Dortmund nach einem Sieg gegen Nürnberg schließlich als jüngster Bundesliga-Meister aller Zeiten feiern lassen.

WIEDER KEIN WELTUNTERGANG

Der US-amerikanische Rundfunkprediger Harold Camping sagte für den 21. Mai den Weltuntergang voraus, allerdings sollte es nur für die Ungläubigen eng werden. Fromme Christen wären nach Meinung des 89-Jährigen sicher in den Himmel aufgestiegen, all das habe er genau berechnet. Als die Erde dann doch überlebte, entschuldigte sich Camping sogar – nur um gleich eine neue Prognose zu wagen: Im Oktober 2011 sei es wirklich so weit. War wieder nichts, doch die nächste Chance für die weltweite Untergangsgemeinde wartet: Nach dem Maya-Kalender fällt Weihnachten 2012 aus, am 21. Dezember soll es vorbei sein. Camping wird es sicher freuen.

NOTENSCHRECK

Seit Beginn der Finanzkrise 2008 ist der Begriff „Selbsterfüllende Prophezeiung“ in Mode: Die Ratingagenturen geben einen negativen Ausblick, der die eigentliche Krise und die Abwertung nach sich zieht. Als Standard & Poors am 9. November Frankreich herabstufte, griff Panik um sich, nur um anschließend der Empörung zu weichen: Ein Computerfehler war für die falsche Note verantwortlich.

NEUES AUS DEM INTIMBEREICH

Sie dachten, schlimmer als „Feuchtgebiete“ kann ein Buch gar nicht sein? Irrtum! Mit ihrem zweiten Werk „Schoßgebete“, das am 10. August erschien, bewies Charlotte Roche, dass sich zumindest in vergleichbarer Genitalität weitermachen lässt. Dass da zwischen Afterjucken, Würmerbefall und Bordellbesuch wie bereits beim Vorgänger eine tragische Familiengeschichte eingeflochten wurde, verschwand – wie bereits beim Vorgänger – hinter so viel vorgezeigtem Unterleib.

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