Zeitung Heute : NS-Raubkunst: Scharfe Kritik an Deutschland

Berlin - Anne Webber vom Zentralregister für Raub- und Beutekunst in London hat den deutschen Staat wegen seines Umgangs mit dem Gurlitt-Fund, bei dem es sich teilweise um NS-Raubkunst handelt, scharf kritisiert. „Deutschland ist mit vielen Folgelasten der NS-Zeit sehr gut umgegangen. Kunst gehört nicht dazu. Das ist die Achillesferse“, sagte sie dem Tagesspiegel. Hinhaltetaktik sieht Webber nicht nur bei der konfiszierten Privatsammlung, sondern auch bei deutschen Museen. In Großbritannien, den Niederlanden oder Österreich gehe man längst effektiver vor. Wie am Montag außerdem bekannt wurde, wird der Berliner Provenienzforscher Uwe Hartmann die Taskforce zur Klärung der Herkunft der Gurlitt-Werke leiten. Auch die Berliner Expertin Meike Hofmann gehört ihr an. Tsp

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