Zeitung Heute : NSU-Prozess: Ein Platz auch für Irans Medien?

Berlin - Neben türkischen und griechischen könnten möglicherweise auch iranische Medien noch einen Platzanspruch im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München geltend machen. Dies geht aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts hervor, mit dem am Freitag einem Eilantrag der türkischen Zeitung „Sabah“ stattgegeben worden war. Erfolglos beworben hatten sich insgesamt neun türkische Medien. „Griechische oder iranische Medien, aus deren Ländern ebenfalls Opfer der angeklagten Taten stammen“, hätten dagegen kein Gesuch gestellt, heißt es in der Beschlussbegründung. Die Verfassungsrichter hatten vom Münchner Gericht verlangt, eine „angemessene Zahl von Sitzplätzen“ – mindestens drei – an Auslandsmedien „mit besonderem Bezug zu den Opfern“ der angeklagten Taten zu vergeben. Wie dies zu geschehen hat, blieb offen. Startet das Gericht ein neues Meldeverfahren, wären wohl auch Gesuche aus Griechenland und Iran zu berücksichtigen. neu

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