Zeitung Heute : Obama soll mit Absage seiner Russlandreise gedroht haben

Moskau/Berlin - Die Beziehungen zwischen den USA und Russland verschlechtern sich wegen des flüchtigen US-Geheimdienstexperten Edward Snowden offenbar rapide. US-Präsident Barack Obama habe mit der Absage des langerwarteten Gipfeltreffens mit Kremlchef Wladimir Putin in Russland Anfang September gedroht, berichtete die Moskauer Zeitung „Kommersant“. Falls sich der von den USA gejagte Snowden noch im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo aufhielte, würde Obama auch nicht zum G-20-Gipfel am 5./6. September nach St. Petersburg reisen, schreibt das Blatt. Stattdessen würde nur Vizepräsident Joe Biden kommen.

Regierungssprecher Steffen Seibert verteidigte die Zusammenarbeit des Bundesnachrichtendienstes (BND) mit dem US- Geheimdienst NSA. Es gebe eine „sehr lange zurückreichende Zusammenarbeit“, die aber streng nach Recht und Gesetz ablaufe. „Der BND kooperiert im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags mit den Partnerdiensten.“ Dies sei nötig, um Bürger vor Terroranschlägen zu schützen.

Derweil hat der Direktor der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, wegen der Ausspähaktionen des NSA Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. ctr/dpa/epd

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