Zeitung Heute : Oberst ignorierte Bedenken im Fall Kundus

Berlin - Vor dem Luftangriff auf zwei Tanklaster in Afghanistan hat der verantwortliche Bundeswehr-Oberst Georg Klein offenbar mehrere Mahnungen zur Zurückhaltung ignoriert. So soll die Besatzung des US-Flugzeugs den Auftrag mehrmals hinterfragt haben. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf den Nato-Abschlussbericht zu dem Angriff nahe dem nordafghanischen Kundus, bei dem bis zu 142 Menschen getötet wurden, darunter auch viele Zivilisten. Demnach forderte Klein die Besatzung des F-15-Jagdbombers auf, sechs Bomben auf die Tanklaster abzuwerfen. Die Besatzung widersprach und teilte mit, dass nur zwei Bomben nötig seien. Darüber hinaus zeigen laut „Spiegel“ Auszüge des Funkverkehrs, dass die Besatzung insgesamt fünfmal Tiefflüge als Warnung vorschlug. Doch die deutsche Seite habe geantwortet: „Negativ. Das Ziel soll angegriffen werden.“ AFP

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