Zeitung Heute : ÖKOMÖDIE

Federicos Kirschen

Martin Schwarz

Der schottische Autor Pol Ferguson reist mit seinem Wohnmobil herum, um Reiseführer zu schreiben. Er strandet in einem Dorf im Nordwesten Spaniens und freundet sich mit dem alten Bauern Federico an, der seit Jahren gegen das örtliche Kohlekraftwerk kämpft. Nun hofft der Bauer darauf, dass die Beschlüsse des Kyoto-Protokolls das Kraftwerk stilllegen. Währenddessen beginnt Pol ein Techtelmechtel mit Cristina, der Mutter zweier Kinder. Und dann sind da noch Cristinas Schwiegervater, Federicos Neffe Mario oder Cristianas Tochter. Diese liebenswert charakterisierten Nebenfiguren machen aus „Federicos Kirschen“ mehr als nur eine biologisch-dynamische Komödie. Regisseur José Antonio Quirós schildert lebendig eine Dorfgemeinschaft und nimmt dadurch dem Film viel von seiner staubigen politischen Korrektheit. Lebendig. Martin Schwarz

„Federicos Kirschen“, E 2008, 96 Min., R: José Antonio Quirós, D: Celso Bugallo, Gary Piquer

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