Zeitung Heute : Offen für Neues

Ist die US-Iranpolitik ein Zeichen?

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Weniger auf Aggression als auf Motivation zur Zusammenarbeit scheinen die USA mittlerweile zu setzen, wenn es um Iran geht. Hatte George W. Bush das Nachbarland des Irak noch der „Achse des Bösen“ zugerechnet, sprach der amerikanische Vizeaußenminister Richard Armitage jetzt andere Worte. Wie die „New York Times“ berichtete, ginge es der Regierung nicht um einen Regimewechsel. Vielmehr gab Armitage seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Vereinigten Staaten und Iran bilaterale Gespräche aufnehmen könnten – möglicherweise im Rahmen der UN. Die Veränderung des Landes müsse von innen her erfolgen, nicht unter Pression von aussen.

Der Wandel in der amerikanischen Strategie wurzelt vornehmlich in der plötzlichen Offenheit Irans gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO). Wenn am heutigen Freitag das Ultimatum zur Unterzeichnung des Zusatzprotokolls abläuft, hat Iran den darin geforderten freien Zugang zu sämtlichen Nuklearanlagen bereits gewährt und auch seinen Nuklearbericht an IAEOChef al Baradei übergeben. Tsp

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