Zeitung Heute : Ohne Job

Die Arbeitslosigkeit steigt

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Zu den derzeit 4,7 Millionen Arbeitslosen in Deutschland könnten durch den Krieg noch weitere dazukommen. Je nach Dauer und Intensität des Krieges könnte die Zahl der Erwerbstätigen um bis zu 1,1 Millionen Personen sinken, warnt das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Ein steigender Ölpreis und sinkende Exporte kosten Arbeitsplätze in deutschen Betrieben. Wenn der Krieg länger als drei Monate dauert, die Ölversorgung massiv gestört wird und es zu politischen Unruhen in der Region sowie weltweiten Terroranschlägen kommt, dann rechnet das IAB für 2003 mit einem Rückgang der Erwerbstätigen um bis zu 1,1 Millionen Personen. Auch 2004 und 2005 wären die Folgen noch zu spüren. Selbst bei einer Kriegsdauer von sechs bis zwölf Wochen könnte die Erwerbstätigkeit um 450 000 sinken. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind weltweit vor allem Jobs im Tourismus und im Verkehrswesen gefährdet. Die Fluggesellschaften klagen, weil sie weniger Passagiere transportieren. ce

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