Zeitung Heute : Ohne Steuerkarte geht’s allenfalls beim Mini-Job

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Der Einkommensteuer unterliegen die in Pragraf 2 Abs. 1 EStG genannten Einkünfte, zu denen insbesondere Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit gehören. Ob Einnahmen zu besteuern sind, hängt davon ab, ob sie sich in eine der Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes einordnen lassen. Keine Rolle spielt, wie der Steuerpflichtige seine Tätigkeit nennt oder unter welcher Berufsbezeichnung er tätig wird.

STEUERN

Bei einem Ferienjob als Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber entweder eine Lohnsteuerkarte vorgelegt werden, oder der Arbeitgeber ermittelt die Lohnsteuer pauschal. Der Gesetzgeber unterscheidet hier zwischen der kurzfristigen Beschäftigung und der geringfügig entlohnten Beschäftigung .

SOZIALVERSICHERUNG

Schüler können grundsätzlich während eines Ferienjobs unbegrenzt verdienen, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden, so die Beschäftigung im Voraus auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage pro Kalenderjahr befristet ist. Für diese kurzfristige Beschäftigung brauchen auch keine Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung abgeführt werden. Gleichwohl müssen kurzfristig beschäftigte Schüler ab 16 Jahren bei der Krankenkasse gemeldet werden. Zuständige Krankenkasse für kurzfristige Beschäftigungen ist die Krankenkasse, bei der der Schüler als Familienangehöriger durch Vater oder Mutter versichert ist.

400 EURO-JOBS

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt bis zu 400 Euro monatlich kann auch über die Schulferien hinaus – also länger als zwei Monate oder 50 Arbeitstage – ausgeübt werden. Dann muss der Arbeitgeber allerdings die Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung sowie zur Lohnsteuer von insgesamt 25 Prozent an die Büros der Bundesknappschaft

( 08 00 - 0 20 05 04) abführen. So der Arbeitgeber die Pauschalsteuer vom Arbeitnehmer entrichten lässt, ist eine Steuerkarte notwendig – schon wegen der Steuerrückerstattung.

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