Zeitung Heute : „Oleg Blochin zieht die Mauer hoch“

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Die argentinische Sportzeitung Olé wundert sich über den deutschen Optimismus:

„Sie wollen zielen, feiern, nachladen. In Deutschland ist man sich sicher, uns rauszuwerfen. Torschütze Klose sagt: ,Sie haben das Pech, jetzt auf uns zu treffen.‘“

Die Nación aus Buenos Aires hat die deutsche Mannschaft analysiert:

„In der Verteidigung ohne Gewähr, aber furchterregend im Angriff.“

Die Stampa aus Turin beschwert sich über die Geheimniskrämerei des ukrainischen Trainers im Mannschaftsquartier – oder meint sie doch die Spielweise des Teams?

„Blochin zieht die Mauer hoch. In Potsdam herrscht die Atmosphäre des Kalten Krieges.“

Die Globo aus Brasilien hat das Viertelfinale gegen Frankreich im Blick – und sinnt auf Revanche: „Brasilien nutzte die fast naive Zerbrechlichkeit von Ghanas Abwehr. Lasst nun die Franzosen kommen! Brasilien hat die Chance, sich bei seinem Henker vom WM-Endspiel 1998 zu revanchieren.“

Die französische Presse sieht nach dem Sieg gegen Spanien keinen Grund zur Sorge. L’Equipe schalmeit:

„Fantastisch wie in besten Zeiten. Les Bleus haben solidarisch und intelligent das Spiel beherrscht und die Spanier mit Glanz gebändigt. Und das dürfte auch den brasilianischen Augen nicht entgangen sein.“

Die Métro tritt nach:

„Muchas gracias les Bleus! Man hatte sie zu früh beerdigt. Sie sind auferstanden, um der Schnuller- klasse von Torres, Xavi und Villa in diesem Spiel um alles oder nichts eine Lektion zu erteilen.“

Die spanischen Blätter sind entsetzt. El Mundo klagt:

„Spanien zeigte sich so ohnmächtig wie immer. Es herrscht nationale Enttäuschung.“

Auch die El Mundo Deportivo ist erschüttert:

„Welch ein Fehlschlag! Spanien erreicht nicht einmal das Viertelfinale.“

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