Zeitung Heute : OPC - die Rüsselsheimer Sport-Spezialisten

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Die drei Buchstaben OPC stehen bei Opel für eine der jüngsten Töchter der Rüsselsheimer, die Opel Performance Center GmbH. Vor fünf Jahren wurde das Unternehmen gegründet, das mit seiner Kerntruppe von 15 Spezialisten für sämtliche Motorsport-Aktivitäten von Opel in Europa verantwortlich ist. So war OPC maßgeblich an der Wiederbelebung des Kürzels "DTM" als der "Deutschen Tourenwagen Masters" beteiligt, in der Opel sieben Astra V8 Coupés einsetzt. Zudem ist OPC traditioneller Motorenlieferant für die Formel 3, in der das Zweiliter-Triebwerk aus Rüsselsheim mit immerhin 30 nationalen Meistertiteln längst schon Motorsportgeschichte geschrieben hat. Und schließlich engagiert sich OPC auch im europäischen Rallyesport. So sorgte im Jahr 2000 das in kürzester Zeit entwickelte Astra Kit Car für Aufsehen. Denn es mischte bei zahlreichen nationalen Meisterschaften an der Spitze mit und fuhr schließlich bei

70 Starts 30 Siege ein. Neuer Hauptdarsteller in der Rallye-Szene ist nun allerdings der neue Corsa, auf dessen Basis derzeit ein Einsatzfahrzeug nach dem neuen FIA-Reglement "Super 1600" entsteht.

Damit ist OPC ein ideales Team, das mit seinem großen Erfahrungsschatz wichtige Beiträge leisten kann, wenn es darum geht, exklusive Hochleistungsmodelle auf der Basis von Opel-Serienfahrzeugen zu realisieren. Und genau das macht OPC in enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums (ITEZ) und der Opel Special Vehicles Gmbh (OSV) in Rüsselsheim - einer Opel-Tochter, an der der Automobil-Zulieferer und -Tuner Zender beteiligt ist - die solche Fahrzeuge auf die Räder stellt. Fahrzeuge mit speziellem Karosserie- und Innenraumdesign, die sich darüber hinaus durch leistungsstarke Motoren und Fahrwerke und hohe Fahrleistungen sowie ein hohes Sicherheitsniveau auszeichnen - kurzum "Performance"-Autos, die allerdings sehr zurückhaltend auftreten und mehr durch Leistung und Sicherheit als durch aggressive Optik überzeugen.

Ein erster Vertreter solcher Autos war im vergangenen Jahr der Opel Astra OPC, dessen limitierte Serie sich so schnell verkaufte, dass man bei Opel derzeit über eine Neuauflage nachdenkt. Ein besonderes Highlight bei den OPC-Fahrzeugen ist die im Frühjahr in Genf und erst kürzlich bei der IAA in Frankfurt am Main präsentierte 300 km/h schnelle Supersportwagen-Studie Astra Coupé OPC X-Treme mit 327 kW (444 PS). Sehr viel realer sind allerdings die ebenfalls auf der IAA präsentierten Studien der "Linea Rossa" auf Basis des Astra Cabrio und des Astra Caravan. Denn unter ihrer Motorhaube steckt jener 2,0-Liter-Turbomotor mit 141 kW (192 PS), der auch den nun sehr realen Zafira OPC antreibt - den ersten kompakten Sportvan, mit dem Opel ein völlig neues Marktsegment eröffnet. Gebaut wird dieses Auto wie der normale Zafira im Opel-Werk in Bochum. Dort erhält er auch seinen speziellen Turbomotor, der auf Basis des aus Brasilien gelieferten Rumpfmotors als Hochleistungstriebwerk aufgebaut wird. Seine spezielle Optik - der Zafira OPC hat allein 15 besondere Außenteile - erhält er dann allerdings in Rüsselsheim bei OSV. Hier werden aber nicht nur sportliche Fahrzeuge gefertigt, sondern auch die verschiedensten Sondermodelle und unter anderem auch der mit Erdgas fahrende Zafira 1.6 CNG (Compressed Natural Gas). Neben seinen 110 Liter fassenden Erdgastanks für eine Reichweite von 350 km hat er einen Reservetank für 14 Liter Benzin, so dass dann, wenn keine Erdgastankstelle erreichbar ist, bis zu 150 km mit Benzin gefahren werden können.

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